Der gekaufte Pass


Es ist offiziell für die Verwaltung des Passprogramms in Malta zuständig. Aus welchen Ländern die Interessenten stammen, teilte H&P aus Gründen der Vertraulichkeit nicht mit.

Themen Karibik — Urlaub Bahnreisen. Sie haben das letzte Wort: Österreich ist in Europa nach wie vor das einzige Land, das eine gesetzliche Möglichkeit geschaffen hat, um Staatsbürgerschaften im Eilverfahren zu verleihen.

Tausende Reiche werden gegen Geld EU-Bürger

Es ist offiziell für die Verwaltung des Passprogramms in Malta zuständig. Aus welchen Ländern die Interessenten stammen, teilte H&P aus Gründen der Vertraulichkeit nicht mit.

Der Pass aus der Karibik wurde nun sehr stark nachgefragt. Den Brüsseler Deal machte wiederum Anwalt Kälin.

Und seine Agentur wächst seitdem weltweit. Das Geschäft mit den Pässen beläuft sich laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg auf 2 Milliarden Euro im Jahr, wenn man die Aufenthaltsgenehmigungen dazurechnet, sind es 4 Milliarden. Wie sollen wir zusammen leben, wenn wir nicht zusammen planschen können?

Dieser Frage gehen wir nach in der taz. Am Kiosk, eKiosk oder gleich im praktischen Wochenendabo. Sie soll Standards festlegen in einem Markt, der rasant wächst. Aber die EU war dagegen weitgehend machtlos, denn die Verleihung der Staatsbürgerschaft obliegt dem nationalen Recht. Auch die zur Beruhigung der Gemüter eingeführte Verpflichtung, wenigstens ein Jahr in Malta zu leben, bevor die Staatsbürgerschaft verliehen werden kann, erwies sich als Mogelpackung.

Das schrieb jedenfalls die New York Times im Frühjahr Die ganze Sache ist, um es milde auszudrücken, heikel. Aber es geht nicht nur um Korruption. Die Staatsbürgerschaft ist keine Ware. Sie gehört nicht auf den Markt. Anwalt Kälin sagt, das sei eine altmodische Art, die Dinge zu betrachten. Eine Leistung habe niemand für sie erbracht. Die Jährige hat sich auf Wirtschaftsjournalismus spezialisiert, sie begann ihre Arbeit als Reporterin in der Wirtschaftsredaktion von il manifesto.

Unter anderem arbeitete sie für den öffentlichen Fernsehsender RAI 3. Die taz hat Grund zu feiern: Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette. Gebaut haben es die Briten, um ihre produktivsten Zuckerrohrplantagen auf den Kleinen Antillen zu schützen. Denn die Kittianer erfanden , ein Jahr nach der Unabhängigkeit, den Passhandel.

Bis heute ist es möglich, die Staatsbürgerschaft des Landes zu kaufen — und so die visafreie Einreise in über Staaten. Im Gegenzug müssen Neu-Insulaner Nicht im Inselstaat, denn Weihnachten und Karneval fallen hier zeitlich zusammen. Dezember und gehen am Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertags mit Umzügen weiter. Finale der anderthalbmonatigen Feiern ist die Grand Parade am 1. Kitts die Zuckerproduktion ein; seither umrundet der Sugar Train, der bis dato Zuckerrohr transportierte, als Besichtigungszug die Insel.

Jeder Gast hat zwei Plätze, einen im klimatisierten Teil der Doppelstockwaggons, einen auf der Aussichtsplattform; Zugbegleiter erklären die Insel und geben Gesangseinlagen; Cocktails sind inklusive sowie eine DVD der dreistündigen Tour — das ist eine feine Sache, so können die Gäste gleich an der Zugbar bleiben und sich den Film zu Hause ansehen.

Es begann mit einer Hochzeit, es endete mit zwei Toten, einer irre gewordenen Braut und einem Spukhaus: Bisher ist Brüssel gegen die neue Verkaufspraxis machtlos. Die EU-Gesetze sind eindeutig: Jedes der 28 Mitgliedsländer kann selbst entscheiden, wem es die Staatsbürgerschaft gewährt und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.

Es ist offiziell für die Verwaltung des Passprogramms in Malta zuständig. Der Inselstaat mit Laut Prognosen werden die Pässe in knapp zwei Jahren ausverkauft sein. Ursprünglich wollte Malta seine Staatsbürgerschaft dabei für Die Opposition schimpfte; Brüssel zeigt sich zerknirscht, stimmte aber zu. Muscat war erleichtert, aber er besserte sein Programm nach und verschärfte die Auflagen: Die Käufer müssen jetzt nicht nur Das sind insgesamt 1,15 Millionen Euro.