Anleger profitieren von sinkenden Gebühren bei ETFs und Indexfonds



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Für den Anleger sind aber nicht nur die Verwaltungs- und Vertriebskosten des Produkts wichtig, sondern alles, was er für das Tätigen, Halten und Auflösen des Investments berappen muss. Bei Fonds gibt es keine Stempelsteuer und keine Courtage, sondern Ausgabe- und allenfalls Rücknahmegebühren für die Fonds-Anteile, die im Factsheet des Fonds ausgewiesen sind.

Bei Indexfonds werden diese aber sehr tief sein. ETF werden immer wieder als äusserst liquides Instrument angepriesen, das sich vor allem für das kurzfristige Handeln eigne. Da ETF-Anteile wie Aktien börsenkotiert sind, können sie tagsüber jederzeit erworben oder abgestossen werden. Fondsanteile hingegen werden nur einmal täglich ausgegeben oder zurückgenommen - Indexfonds immer aufgrund der Schlusskurse der getätigten Anlagen an einem Tag.

Das ist aber nicht nur ein Nachteil: Die Schlusskurse stehen nämlich immer fest. ETF-Anteile müssen hingegen auch dann gehandelt werden, wenn der Heimmarkt der darin enthaltenen Titel geschlossen ist, was dem Anbieter teure Probleme verursachen kann. Noch stärker ins Gewicht fällt aber das Argument der Stempelsteuer. Will er in das Investment oft ein- und aussteigen, tut die Stempelsteuer jedoch richtig weh.

Warum man nicht früher auf diese Idee gekommen ist? Sie kam überhaupt erst auf mit dem Boom günstiger, indexorientierter Anlagen bei Privatanlegern. Zu diesem konnte es in der Schweiz erst in den letzten paar Jahren kommen, seit die verdeckten Vertriebsvergütungen Retrozessionen auf Anlagefonds vielerorts abgeschafft worden sind.

ETF wie Indexfonds konnten sich solche Extra-Gebühren nicht leisten, weil sie direkt von der Wertentwicklung abgezogen worden wären und sich das Produkt somit konstant deutlich schwächer entwickelt hätte als der Index, den es nachbilden sollte.

Niemand hätte ein solches Produkt erworben. Dennoch blieben aber Index-Anlagen eine Domäne der institutionellen Anleger, für welche andere Gebührenregime galten. Indexfonds offerierte man den Privatanlegern erst gar nicht. In Gesamteuropa dominieren laut einem Experten die amerikanischen Grossanbieter Vanguard und Blackrock.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung. Ihr NZZ-Konto ist aktiviert. Vielen Dank für Ihre Bestellung. Vor 15 Jahren ist es laut CNN noch jeder zehnte gewesen. Insgesamt, so die Statistik, stecken rund um den Globus bereits etwa 2,6 Billionen Dollar in diesen Fonds.

Die Gründe für den Erfolg der Indexfonds vor allem bei institutionellen Investoren sind weithin bekannt: Studien zeigen immer wieder, dass herkömmliche Fondsmanager selten besser sind als der Markt, in dem sie sich bewegen. Indexfonds gelingt es dagegen aufgrund ihrer Konzeption ziemlich genau, die Entwicklung einer vorgegebenen Benchmark nachzuzeichnen.

Damit sind sie en Gros nicht nur stärker als die aktiv verwaltete Konkurrenz - sie bieten diese Leistung auch noch zu deutlich geringeren Kosten siehe Tabelle. Kein Wunder also, dass kaum eine andere Anlageform in den vergangenen Jahren eine solche Erfolgsgeschichte hingelegt hat. Vor allem die Ausrichtung auf europäische sowie japanische Aktien ist gefragt, so Lyxor. Doch mit zunehmender Marktbedeutung werden auch die skeptischen Stimmen zum Phänomen Indexfonds lauter.

Über alle diese Risiken, die wir in dieser Bilderstrecke zusammengefasst haben , wird zwar immer wieder gerne diskutiert.

Dabei scheint aber klar: Ein möglicher Schwachpunkt des Systems Indexfonds jedoch gewinnt schon jetzt zunehmend an Bedeutung. Indexfonds seien dauerhafte Aktienbesitzer, die "niemals verkaufen", sagte Munger. Der Altmeister des Anlagegeschäfts spricht damit einen Punkt an, der auch andere Investmentprofis stört: Indexfonds verhalten sich nicht nur bei der Auswahl der Aktien, die sie kaufen, passiv.

Sie bleiben es zumeist auch, wenn es darum geht, Anlegerrechte auszuüben, beispielsweise bei der Mitbestimmung auf Hauptversammlungen. Dass das bei einem wachsenden Anteil der Indexfonds am gesamten Aktienkapital zunehmend problematisch wird, liegt auf der Hand. Als der Branchenriese Vanguard einmal von dieser Linie abgewichen sei und sich gegen den Vorstand von Hewlett-Packard positioniert habe, sei das ein so seltenes Ereignis gewesen, dass es Schlagzeilen gemacht habe.