Bevölkerungsentwicklung



Seltener ist der Ausfall des peripheren Gesichtsfeldes durch eine Netzhautablösung das erste Symptom eines Angioms. Vor jeder humangenetischen Untersuchung — also Chromosomen Untersuchungen, biochemische Teste oder molekulargenetische Analysen - sollte eine humangenetische Beratung zu den relevanten Themen erfolgen. Der Zeitpunkt des ersten Auftretens retinaler Angiome kann innerhalb einer betroffenen Familie sehr unterschiedlich sein. Durch die jährlichen Kontrolluntersuchungen werden die meisten Tumoren in einem symptomfreien Stadium aufgedeckt.

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Wenn die beiden Mittelpunkte aber die gleiche Zahl sind, wird ihr Durchschnitt natürlich auch wieder diese Zahl sein, was auch in Ordnung ist. In unserem Beispiel haben wir 12 Punkte. Die mittleren zwei sind Punkt 6 und 7 — bzw. Der Median für unsere Datenreihe ist also der Durchschnitt dieser beiden Punkte: Berechne das untere Quartil. In anderen Worten, der halbe Bereich deiner Punkte unter dem Meridian.

Wenn du eine gerade Anzahl an Werten unter dem Meridian hast, musst du wieder den Durchschnitt der beiden mittleren Werte bilden, um Q1 zu finden, genauso wie du es bei der Berechnung des Meridian selbst auch getan hast. In unserem Beispiel liegen 6 Punkte unter dem Meridian. Es muss also wieder der Durchschnitt aus 2 Datenpunkten gebildet werden, um das untere Quartil zu finden. Die Punkte 3 und 4 der unteren 6 entsprechen beide dem Wert Berechne das obere Quartil.

Du findest Q3 genauso wie du Q1 gefunden hast, nur dass du jetzt die Punkte über dem Meridian verwenden musst, und nicht die darunter. In unserem Beispiel sind die beiden mittleren Punkte, der 6 Punkte über dem Meridian, die Punkte 71 und Der für Q3 ist also 71,5.

Nachdem wir Q1 und Q3 definiert haben, müssen wir den Abstand zwischen diesen beiden Variablen berechnen. In unserem Beispiel sind die Werte für Q1 und Q3, 70 und 71,5. Dies ist mit den modernen Bildbearbeitungsprogrammen möglich. Parenchymal sparing surgery for central renal tumors in patients with hereditary renal cancers. Management of von Hippel-Lindau-associated kidney cancer. Nat Clin Pract Urol 2: Georgiades CS, Rodriguez R. Tech Vasc Interventional Rad Percutaneous radiofrequency ablation of renal cell carcinomas in patients with von Hippel Lindau disease: Nephron sparing surgery in von Hippel-Lindau associated renal cell carcinoma; clinicopathological long-term follow-up.

Hereditary renal cell carcinoma associated with von Hippel-Lindau disease: Can Urol Assoc J 1: Neumann, Freiburg, PD Dr. Bausch, Freiburg und Prof. September Zusammenfassung Phäochromozytome sind zu etwa 95 Prozent gutartige Tumoren der Nebennieren oder der sogenannten Paraganglien - dann Paragangliome oder extraadrenale Phäochromozytome genannt - und kommen bei etwa 20 Prozent der Patienten mit der VHL-Krankheit vor. In diesen Phasen, bei manchen Patienten aber auch dauerhaft, besteht ein erhöhter Blutdruck.

Metanephrin und Normetanephrin bestimmt. Sehr selten kommen bösartige maligne Phäochromozytome vor. Definition Das vegetative oder autonome Nervensystem steuert eine Vielzahl unbewusster Vorgänge des Körpers. Die Nebennieren, speziell das Mark der Nebennieren, sind hiervon ein wichtiger Bestandteil.

Die Nebennieren bestehen aus einem Mark- und einem Rindenanteil. Diese meist sehr kleinen Strukturen nennt man Paraganglien. Wenn sich hieraus Tumoren entwickeln, nennt man diese Paragangliome oder extraadrenale Phäochromozytome. Phäochromozytome und Paragangliome sind zu etwa 95 Prozent gutartig, d. Dadurch sind sie kreislaufaktiv. Massive Blutdrucksteigerungen können lebensgefährlich sein und zu Herzversagen und Hirnblutungen führen. Häufigkeit Phäochromozytome und Paragangliome sind insgesamt selten und kommen sowohl ohne familiären Hintergrund als auch im Rahmen von erblichen Erkrankungen, vor allem bei der VHL-Krankheit, vor.

Etwa 90 Prozent der Phäochromozytome entstehen in den Nebennieren. Im Brustkorb gelegene Paragangliome sind Raritäten. Das Alter, zu dem Phäochromozytome Krankheitszeichen verursachen und somit festgestellt werden, ist sehr verschieden. Der jüngste Betroffene mit einem Phäochromozytom war 4 Jahre, der älteste 83 Jahre alt. Etwa 40 Prozent der Betroffenen mit einem Phäochromozytom haben entweder bei Diagnosestellung oder im weiteren Verlauf Phäochromozytome beider Nebennieren.

Symptome Phäochromozytome produzieren die Stresshormone Noradrenalin und Adrenalin im Überschuss und geben sie in die Blutbahn ab. Oft geschieht dies phasenweise. Die Krankheitszeichen treten deshalb typischerweise attackenartig auf. Häufig sind die Attacken dann schon vorbei, und es lässt sich nichts mehr feststellen. Ist der Tumor noch aktiv, so findet sich fast immer ein erhöhter Blutdruck.

Für Patienten sind die Attacken beunruhigend und unangenehm. Gefahren drohen den Patienten wegen der Herzbelastung und dem stark erhöhten Blutdruck durch Herzversagen oder Hirnblutung. Stresshormone oder Katecholamine umfassen Adrenalin, Noradrenalin sowie deren Abbauprodukte Metanephrin und Normetanephrin, die im Stunden-Urin oder im Blut-Plasma gemessen werden können.

Sind diese Werte massiv erhöht, gibt es an dem Vorliegen eines Phäochromozytoms oder Paraganglioms keinen Zweifel. Wissenschaftliche Untersuchungen der letzten Jahre haben ergeben, dass Normetanephrin der beste Messwert zur Erkennung dieser Tumoren ist.

Die Kernspintomographie MRT ist generell die bestgeeignete Untersuchung und sollte wenn möglich immer durchgeführt werden. Phäochromozytom der rechten Nebenniere. Darstellung mittels Kernspintomographie in frontaler coronarer Schnittebene B: Diesen Untersuchungen kommt jedoch nur die Rolle der Bestätigung bzw. Therapie Die Therapie besteht in der operativen Entfernung des Phäochromozytoms. Vor der Operation war bis vor kurzem eine Vorbehandlung in Form einer Blockade der Wirkung der Stresshormone notwendig.

In entsprechenden Zentren erfolgt dies nur noch, wenn eine permanente Erhöhung des Blutdrucks vorliegt. Die Behandlung erfolgt mittels Alphablockern, meist Phenoxybenzamin Handelsname: Bei unverändert schnellem Pulsschlag kommt zusätzlich die Behandlung mit Betablockern hinzu. Diese Behandlung erfolgt bis zur Operation.

Jedes Phäochromozytom sollte somit endoskopisch entfernt werden. Die Operation sollte organerhaltend durchgeführt werden, weil oft beide Nebennieren Phäochromozytome entwickeln. Kernspintomographie in frontaler coronarer Schnittebene Nach der Operation verschwinden alle Beschwerden. Dieser zeigt an, ob ausreichend funktionierendes Nebennierenrindengewebe vorhanden ist, d. Dies beinhaltet sowohl eine Operation, bei der aus beiden Nebennieren Phäochromozytome entfernt wurden, als auch Operationen an nur einer Nebenniere, wenn in einer zurückliegenden Operation die andere Nebenniere entfernt wurde oder aus ihr ein Phäochromozytom enukleiert herausgeschält wurde.

Vorsorgeuntersuchungen werden ab dem 5. Lebensjahr ist eine MRT-Untersuchung zu empfehlen. Als Intervalle werden jährliche Kontrolluntersuchungen empfohlen. Bei Betroffenen, die bei wiederholten Kontrolluntersuchungen keine Phäochromozytome aufwiesen, kann die Bestimmung der Katecholamine entfallen.

Phäochromozytome und Schwangerschaft Phäochromozytome werden bisweilen in der Schwangerschaft entdeckt und stellen eine Gefährdung von Mutter und Kind dar. Die Behandlung ist in dieser Ausnahmesituation prinzipiell dieselbe. Es sollte möglichst im mittleren Schwangerschaftsdrittel die endoskopische Phäochromozytom-Entfernung durchgeführt werden. Wichtig ist, die Metastasen, soweit möglich, zu entfernen. Alle weiteren Behandlungen sind als palliativ anzusehen, d. Hierzu gehören auch Chemotherapien.

Mit diesem Protokoll liegt weltweit die meiste Erfahrung vor: Somatostatin-Analoga siehe hierzu auch Kapitel 7. Genetic and clinical investigation of pheochromocytoma: Ann N Y Acad Sci ; Long term prognosis of patients with pediatric pheochromocytoma. Head and neck paragangliomas in von Hippel-Lindau disease and multiple endocrine neoplasia type 2 J Clin Endocrinol Metab.

The Approach to the Patient with Paraganglioma. J Clin Endocrinol Metab. Link, Wiesbaden und PD Dr. Pankreaszysten treten bei über 70 Prozent der VHL-Betroffenen auf und müssen in der Regel nur dann behandelt werden, wenn sie Symptome verursachen. Bei etwa 30 Prozent der Betroffenen kommen diese auch multipel vor. In der Regel handelt es sich um langsam, teilweise über Jahre nur wenig wachsende Tumoren, die, wenn sie klein sind, nur selten in benachbarte Organe einwachsen oder Tochtergeschwülste Metastasen verursachen.

Im Falle einer Operation sollte diese so organschonend wie möglich aber auch so radikal wie nötig erfolgen. Je nach Lage des Tumors gibt es verschiedene organerhaltende Operationstechniken. Der chirurgische Eingriff sollte in einem spezialisierten Zentrum erfolgen, das über ausreichend Erfahrung und Sicherheit bei der operativen Therapie von Betroffenen verfügt. Dadurch ist auch gewährleistet, dass die angesichts der Seltenheit der Tumore häufig schwierige Entscheidung so professionell erfolgt, dass nicht nur aktuelle wissenschaftliche Studienergebnisse, sondern auch die individuelle Situation des Patienten berücksichtigt werden.

Funktion der Bauchspeicheldrüse Das Gewebe der Bauchspeicheldrüse besteht aus einem exokrinen und endokrinen Anteil. In ihrem exokrinen Teil werden täglich etwa 1,5 Liter Pankreassaft gebildet, der über das Gangsystem der Bauchspeicheldrüse in den Zwölffingerdarm abgegeben wird. Im endokrinen Teil produziert die Bauchspeicheldrüse in besonderen Zellen, den so genannten Inselzellen des Pankreas, verschiedene Hormone, u.

Insulin und Glukagon, die den Blutzuckerspiegel kontrollieren. Nur sehr selten verursachen sie dann in der Regel diskrete und unspezifische Beschwerden. Histologisch also in der feingeweblichen Ausprägung lassen sich verschiedene Formen von Tumoren und Zysten der Bauchspeicheldrüse unterscheiden. Häufig finden sich gleichzeitig mehrere dieser Zysten. Pankreatische Zysten sind gutartige Läsionen und bedürfen in der Regel keiner weiteren Therapie. Sie werden bei den üblichen bildgebenden Kontrollen der Bauchorgane im Erkrankungsverlauf mit kontrolliert.

Meist bestehen diese aus mehreren kleineren, traubenähnlich gruppierten, zystischen Veränderungen. Die Zystenwände sind durch Zellen ausgekleidet und häufig von kleinen Scheidewänden Septen durchzogen und lassen sich durch diese Besonderheiten in den bildgebende Verfahren wie CT oder MRT einfach nachweisen.

Auch die Serös Cystischen Neoplasien werden in der Regel bei den Routinekontrollen entdeckt, häufig schon im jungen Erwachsenenalter. Sie verursachen, ebenso wie die einfachen Zysten, in der Regel keine Beschwerden und entarten nur sehr selten.

Bedeutsam können auch Chromosomenstrukturverluste oder die Abblockung von sog. Molekularbiologische Faktoren werden in Zukunft möglicherweise zur Risikoeinschätzung eine zunehmende Rolle spielen. Sie wachsen, insbesondere wenn sie klein sind, nur selten in benachbarte Organe ein und verursachen wenn sie klein sind selten Tochtergeschwülste Metastasen in umgebende Lymphknoten oder andere Organe.

Sowohl die zystischen Veränderungen als auch die soliden Neuroendokrinen Tumoren des Pankreas können heute mit CT und MRT zuverlässig entdeckt und unterschieden werden siehe Abbildung In dieser gewählten Darstellung sog.

T2-Wichtung erscheinen Zysten hell Bild verdanken wir Herrn ltd. Im MRT mit hoher Magnetfeldstärke 3 Tesla und schnellen T1- und -2 gewichteten Sequenzen unter Verwendung von gewebespezifischen Kontrastmitteln ist eine hochauflösende Darstellung des Pankreas möglich, mit einer Sensitivität Empfindlichkeit für die Detektion Neuroendokriner Tumoren von 80 bis Prozent.

Hier resultiert die helle Darstellung u. T1-Wichtung, Fettsatturiert, nach KM. Da für die bildgebende Diagnostik der Bauchspeicheldrüse bei Betroffenen mit Pankreasläsionen und insbesondere NET ganz bestimmte Untersuchungsprotokolle empfohlen werden, ist es von Vorteil, wenn die Untersuchung von einem diesbezüglich erfahrenen Röntgen-Arzt an modernen MRT-Geräten durchgeführt wird.

Um eine möglichst gute Vergleichbarkeit der bildgebenden Diagnostik im Zeit-Verlauf zu ermöglichen, sollten die Untersuchungsmodalitäten Gerätetyp, Untersuchungsprotokolle, Röntgeninstitut möglichst konstant gehalten werden. Diese beinhalten die sogenannte Endosonographie, also die Untersuchung der Bauchspeicheldrüse mittels Ultraschallgerät, welches in ein Endoskop integriert ist.

Bei dieser Untersuchung wird - wie bei einer Magenspiegelung - ein dünner und flexibler Schlauch Endoskop durch den Mund bis in den Magen und Zwölffingerdarm vorgeschoben. Am Ende des Endoskops befindet sich eine kleine Ultraschallsonde.

Aufgrund der engen räumlichen Lagebeziehung der Bauchspeicheldrüse zu Magen und Zwölffingerdarm können selbst sehr kleine Veränderungen in der Bauchspeicheldrüse dargestellt werden.

Zudem ermöglicht sie eine sehr genaue Beurteilung der Lagebeziehung der Tumoren zum Pankreasgangsystem und ermöglicht die Gewinnung einer Gewebeprobe. Falls für die weitere klinische Entscheidung wichtig, kann bei dieser Untersuchung mit einer feinen Nadel Gewebe für die feingewebliche Untersuchung entnommen werden siehe Abbildung Die Qualität der Endosonographie hängt von der Erfahrung des Untersuchers ab, was auch die Vergleichbarkeit und Wiederholbarkeit der Ergebnisse verschiedener Untersucher beeinträchtigt.

Sie ist daher keine flächendeckend und breit verfügbare Diagnosemethode. Zudem erfordert sie in der Regel eine Kurznarkose für die Dauer der Untersuchung ähnlich wie bei einer normalen Magenspiegelung. Nicht zuletzt, da auf ein MRT des Bauchraumes dadurch selten verzichtet werden kann. Für spezielle Fragestellungen, insbesondere auch für den gelegentlich notwendigen Fall der Entnahme einer Gewebeprobe oder bei der Planung einer OP, kann sie jedoch eine wertvolle Ergänzung sein.

Darstellung eines Neuroendokrinen Tumors des Pankreas mittels Endosonographie. Falls notwendig kann aus dem Tumor im Rahmen der Untersuchung mit einer feinen Nadel im unteren Bild Kreismarkierung der Punktionsnadel als heller Reflex unter Sichtkontrolle eine kleine Gewebeprobe für die feingewebliche Untersuchung entnommen werden.

Werden körpereigene Hormone sogenannte Somatostatin-Analoga wie z. Octreotid mit speziellen radioaktiven Kontraststoffen markiert z. Durch eine deutlich verbesserte Ortsauflösung können hier auch kleine Läsionen von unter 1 cm teilweise ortsgenau nachgewiesen und in Kombination mit einem CT entsprechend auch besser lokalisiert werden. Die Durchführung einer Somatostatinrezeptor-Bildgebung ermöglicht daher auch eine Artdiagnose des Tumors. NET können jedoch andere Gewebemarker produzieren, die dann im Blut nachweisbar sind.

Chromogranin A ist der wichtigste Labormarker für Neuroendokrine Tumoren. Chromogranin A ist zwar ein empfindlicher Parameter, eine Erhöhung wird jedoch auch bei einer Reihe von anderen Erkrankungen Herz- und Leberschwäche, Nierenerkrankungen oder unter der Einnahme von bestimmten Medikamenten Magensäureblocker, sogenannten Protonenpumpeninhibitoren beobachtet, so dass eine Bestimmung nur bei gesicherter Diagnose eines NET zur Verlaufskontrolle erfolgen sollte.

Die Bestimmung im Blut ist jedoch technisch aufwändiger und nur in speziellen Labors verfügbar. In diesen Fällen kann es alternativ zum Chromogranin A zur Verlaufskontrolle herangezogen werden.

Therapie Allgemeines Zysten sind in der Regel gutartig und bedürfen grundsätzlich keiner operativen Entfernung. Es gibt keine sicheren Diagnosemöglichkeiten, um festzustellen ob ein Neuroendokriner Tumor der Bauchspeicheldrüse bereits als bösartig anzusehen ist oder noch gutartig ist. Bei Tumoren bis 1 cm findet sich nur sehr selten eine Metastasierung. Da es sich dabei jedoch meist um Absiedelungen in benachbarte Lymphknoten handelt, können diese häufig noch effektiv durch eine Operation behandelt werden.

Daher ist das rezidivfreie Langzeitüberleben, also der Prozentuale Anteil an Patienten bei denen der operativ entfernte Neuroendokrine Tumor langfristig nicht wiederkehrt, sehr hoch und beträgt nach 5 und 10 Jahren 95 und 88 Prozent. Dies liegt auch daran, dass bei Betroffenen nicht selten mehrere NET innerhalb der Bauchspeicheldrüse vorliegen bzw. Auch die Wachstumsgeschwindigkeit der Tumoren kann darüber Auskunft geben. Nach derzeit geltendem Standard sollten NET des Pankreas dann operativ entfernt werden wenn der Tumor 3 cm oder mehr misst und keine individuellen Gründe oder Risikofaktoren vorliegen, die klar gegen eine OP sprechen siehe Abbildung Neuroendokrine Tumoren kleiner 2 cm können in der Regel beobachtet werden.

Die Zeitintervalle orientieren sich dabei in erster Linie ebenfalls an den oben genannten Risikokriterien. Zeigt sich hier kein nennenswertes Wachstum können bei NET unter 2 cm die Kontrollen auf 2-jährliche Intervalle gestreckt werden falls keine anderen Risikofaktoren vorliegen. Bei Tumoren ab 2 cm sollte jedoch mindestens einmal jährlich eine bildgebende Kontrolle erfolgen, bei zusätzlichem Vorliegen oben genannter Risikofaktoren gegebenenfalls auch in kürzeren Abständen, wenn man sich gegen ein operatives Vorgehen entscheidet siehe Abbildung Die Lage des Tumors innerhalb der Bauchspeicheldrüse und ob es sich um einen einzelnen oder mehrere Tumoren handelt, sind mit entscheidend welche Art der Operation und wann diese durchgeführt werden kann oder soll.

Betroffene mit NET des Pankreas sollten daher nur in Zentren behandelt und operiert werden, die über eine ausgewiesene Erfahrung in der Diagnostik und Therapie dieser Tumoren verfügen. Die Entscheidung für den richtigen Zeitpunkt einer OP und das zu wählende therapeutische Vorgehen sollte dabei idealerweise interdisziplinär zusammen mit allen beteiligten Fachdisziplinen in enger Abstimmung mit dem Patienten erfolgen. Chirurgische Therapie Um langfristig die Funktion der Bauchspeicheldrüse so weit wie möglich zu erhalten, sollten NET des Pankreas im Falle einer Operation so organschonend wie möglich aber auch so radikal wie nötig entfernt werden.

Mit der organschonenden Entfernung wird eine möglichst hohe Lebensqualität erhalten, ohne dass die Heilungschancen sinken. Gegebenenfalls ist im individuellen Fall jedoch auch hier noch ein organschonendes OP-Verfahren möglich und sollte geprüft werden. Die Operation sollte offen und nicht laparoskopisch erfolgen, da nur dadurch das sichere intraoperative Staging Lymphknoten- und Leberbeurteilung und damit zu Beginn der Operation die Festlegung des sinnvollsten operativen Verfahrens möglich ist.

Minimalinvasive, also laparoskopische Entfernungen von NET der Bauchspeicheldrüse sollten lediglich bei sehr kleinen Tumoren in der Regel bis max. Je nach Lage des Tumors gibt es verschiedene Pankreasgewebesparende Operationstechniken.

Befindet sich der Tumor im Kopf der Bauchspeicheldrüse, sollte die sogenannte Duodenumerhaltende Pankreaskopfresektion Beger-Operation durchgeführt werden. Bei dieser Operation werden die tumortragenden Anteile des Pankreaskopfes mit dem Neuroendokrinen Tumor unter Erhalt des Zwölffingerdarm Duodenums , und damit auch des Magens und der Gallenblase mit unveränderter Passage des Mageninhaltes, chirurgisch entfernt.

Der Gallengang muss geschont werden, damit der Abfluss der Gallenflüssigkeit in den Zwölffingerdarm nicht gestört wird. Dies ist technisch sehr anspruchsvoll. An den verbleibenden Pankreaskörper wird dann eine ausgeschaltete Dünndarmschlinge angenäht. Dieser Operationsteil ist besonders kompliziert, weil diese Verbindung zwischen Pankreas, seinem Gang und dem aufgenähten Dünndarm erheblichen Belastungen durch das aggressive Bauchspeicheldrüsensekret ausgesetzt ist.

Die zweite Naht der Schlinge an den verbliebenen Pankreaskopfrest ist weniger risikoreich. Der noch gebildete Bauchspeichel wird darüber in den oberen Teil des Dünndarms zur Nahrung und dem Gallensekret zugeleitet, damit die Verdauung normal funktionieren kann.

Die so operierten Patienten werden in der Regel nach der Operation nicht zuckerkrank d. Ein Tumor im Pankreasschwanz kann mit der milzerhaltenden Linksresektion operiert werden. In der Regel wird der Pankreasgang an der Trennlinie verschlossen und in manchen Fällen wird eine Drainage des Ganges an eine ausgeschaltete Dünndarmschlinge vorgenommen.

Es wird versucht, bei dieser Operation die Milz zu erhalten, was mit chirurgischer Erfahrung gelingt. Eine Pankreas-Segmentresektion wird dann durchgeführt, wenn der Tumor im Körperbereich der Bauchspeicheldrüse liegt. Hierbei wird die Bauchspeicheldrüse vor und hinter dem Tumor durchtrennt. Bei Lokalisationen des Tumors im Pankreaskopf wird die sog. Liegt ein malignitätsverdächtiger Neuroendokriner Tumor im Schwanz vor, erfolgt die onkologische Linksresektion mit Entfernung der Milz.

Wenn der Tumor an mehreren Stellen in der Bauchspeicheldrüse vorkommt, muss gegebenenfalls eine komplette Entfernung des Pankreas Pankreatektomie stattfinden.

Zeigen sich bei NET des Pankreas bereits Absiedelungen in umgebende Lymphknoten, können diese durch die oben genannten radikalen onkologischen Operationstechniken der Bauchspeicheldrüse meist erfolgreich mit entfernt werden, so dass auch in diesen Fällen die Langzeit-Prognose meist sehr gut ist.

Nach einer operativen Entfernung eines NET der Bauchspeicheldrüse müssen Langzeitverlaufskontrollen mittels Kernspin-Untersuchung des Bauchraums und Somatostatinrezeptorbildgebung erfolgen. Bei bereits präoperativ erhöhten Neuroendokrinen Tumormarkern Chromogranin A oder pankreatisches Polypeptid sollten diese in der Nachsorge ebenfalls kontrolliert werden.

Therapie im fortgeschrittenen, metastasierten Stadium Liegen bereits Metastasen in weiter entfernten Lymphknoten oder anderen Organen wie der Leber vor, ist genau abzuwägen, ob eine Operation angezeigt ist. Ist dies nicht sicher möglich, sollte zunächst eine Gewebeprobe aus einer gut zugänglichen Metastase meist aus der Leber gewonnen werden.

In der feingeweblichen Untersuchung des Tumors kann dann mittels spezifischer Färbemethoden Ki oder MIB-1 der Anteil an Zellen dargestellt werden, die sich in Teilung befinden, also wachsen proliferieren. Aufgrund ihres in der Regel sehr aggressiven und schnellen Wachstums kommt ein operatives Vorgehen hier im fortgeschrittenen Tumorstadium nicht in Frage.

Hier wird in der Regel eine Chemotherapie durchgeführt. Tumoren mit einem Proliferationsindex von weniger als Literatur 1. Neuroendokrine Tumoren des Gastrointestinaltrakts.

Pancreatic lesions in von Hippel-Lindau disease? A systematic review and meta-synthesis of the literature. Clinical, Histological, and Genetic Features. Systematic comparison of sporadic and syndromic pancreatic islet cell tumors. Pancreatic Involvement in von Hippel-Lindau Disease. Bildgebende Diagnostik endokriner Tumoren des Pankreas. Springer Berlin-Heidelberg , Recent developments in imaging of pancreatic Neuroendokrine tumors. Klassifikation und Pathologie endokriner Tumoren des Pankreas.

Langer P und Fendrich V. Hormoninaktive endocrine Tumoren des Pankreas — chirurgische Therapie. Computed tomography staging of pancreatic cancer: Nucl Med Mol Imaging. Clinical features of pancreatic involvement in von Hippel-Lindau disease: Rinke A und Arnold R: Aktuelle Therapie Neuroendokriner Tumoren. Prospective evaluation of the clinical utility of fluorodeoxyglucose PET CT scanning in patients with von hippel-lindau-associated pancreatic lesions.

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Langenbecks Arch Surg 3: Assessment of tumor growth in pancreatic Neuroendokrine tumors in von Hippel Lindau syndrome. Von Hippel-Lindau disease and endocrine tumor susceptibility. Epidemiologie und prognostische Faktoren neuroendokriner Tumoren bei 35 Fällen in den Vereinigten Staaten. Übersetzt ins Deutsche aus: Journal of Clinical Oncology Löffler, Freiburg und Prof.

Die operative Entfernung stellt die Therapie der Wahl dar. Von dort aus wachsen die eigentlich gutartigen Tumoren dann infiltrativ eindringend in das Felsenbein und in den endolymphatic sac. In der Regel sind solche Tumoren dann sehr klein. Manchmal können auch sehr kleine Tumoren durch Blutungen in das Innenohr eine plötzliche Hörverschlechterung verursachen.

Die Diagnosesicherung erfolgt durch eine Kernspintomographie mit Kontrastmittel. Ergänzend kann eine Dünnschicht-Computertomographie notwendig sein. In Studien wird derzeit untersucht, ob eine Audiometrie Messung der Hörfunktion als zusätzliche Kontrolluntersuchung sinnvoll ist. Ansonsten kommt es zu einem erneuten Wachstum des Tumors. In frühen Tumorstadien ist hierbei teilweise noch ein Erhalt der Innenohrfunktion und damit auch des Hörvermögens möglich.

Wenn es infolge eines ELST zu einer einseitigen oder beidseitigen hochgradigen Schwerhörigkeit oder Ertaubung gekommen ist, so können Patienten mit einem sogenannten Cochlear Implant, versorgt werden. Dabei handelt es sich um eine spezielle Innenohrprothese, welche auch tauben Patienten ein Sprachverstehen ermöglicht.

Durch eine alleinige Bestrahlung kann der Tumor jedoch nicht entfernt werden. Identification of the von Hippel-Lindau disease tumor suppressor gene.

Effects of VHL deficiency on endolymphatic duct and sac. Mechanisms of morbid hearing loss associated with tumors of the endolymphatic sac in von Hippel-Lindau disease. Leiber, Freiburg und Prof. September Zusammenfassung Zystadenome des Nebenhodens sind gutartige Tumoren, die bei etwa der Hälfte aller männlichen Betroffenen auftreten.

Sie verursachen sehr selten Symptome und haben keine Tendenz, in bösartige Tumoren zu entarten. Im Allgemeinen ist bei diesen Tumoren keine Behandlung und auch keine Verlaufskontrolle notwendig. Ein Verschluss der Samenwege auf beiden Seiten kommt auch bei beidseitigen Nebenhodenzystadenomen nur in Einzelfällen vor.

Daraus kann eine Zeugungsunfähigkeit resultieren. Das vergleichbare Krankheitsbild bei Frauen sind Zystadenome der breiten Mutterbänder. Diese Tumoren bestehen aus flüssigkeitsgefüllten zystischen und drüsigen Anteilen. Sie lassen sich mittels Ultraschall gut erkennen. Eine Entartung ist bisher nicht beschrieben worden, d.

Nebenhodenzystadenome finden sich nicht selten beidseits. Symptome Nebenhodenzystadenome sind vom Tastbefund solide, bestehen aber mikroskopisch aus multiplen Zysten, die mit einem gallertartigen Material gefüllt sind. Da diese Tumoren zu einer Verlegung der Samenwege führen können, kann bei beidseitigen Tumoren eine Zeugungsunfähigkeit bestehen. Therapie Da die Tumoren nur ausnahmsweise Beschwerden machen und eine Entartung in einen bösartigen Tumor nicht vorkommt, ist eine Behandlung oder Überwachung nicht notwendig.

Ob bei Betroffenen mit beidseitigen Nebenhodenzystadenomen und noch offenen Samen-wegen eine Deposition von Spermien in einer Samenbank erfolgen soll, bleibt einem persönlichen Beratungsgespräch vorbehalten. Ein derartiger Eingriff wurde bisher bei Betroffenen nicht beschrieben.

In einem solchen Fall sollte daher zuvor eine umfangreiche Aufklärung erfolgen. Zystadenome der breiten Mutterbänder Die den Nebenhodenzystadenomen des Mannes entsprechenden Veränderungen bei der Frau sind die Zystadenome der breiten Mutterbänder Ligamentum latum uteri. Diese sind neben dem oberen Scheidenende lokalisiert, und dienen der Fixation der Gebärmutter. Sie können mit einer Kernspintomographie des Bauchraumes oder mit einem transvaginalen Ultraschall abgebildet werden.

Die Tumoren verursachen in der Regel keine Beschwerden, sind immer gutartig und brauchen deshalb nicht behandelt zu werden. Epididymal cystadenomas in von Hippel-Lindau disease. Epididymal cystadenomas and epithelial tumorlets: Effects of VHL deficiency on human epididymis. J Pathol 1: Molekulargenetische Diagnostik und genetische Beratung Prof.

Dies betrifft sowohl den Umfang der Genstörung, wie auch die Lokalisation dieser Veränderung innerhalb des Genes. Entscheidend für die funktionellen und damit klinischen Konsequenzen einer Mutation sind die Auswirkungen der Störung auf das Genprodukt, d.

Wird eine Person untersucht, die noch nicht erkrankt ist, und es besteht ein Risiko, Träger einer Mutation zu sein, handelt es sich um eine prädiktive Genanalyse. In Deutschland sind solche Analysen durch das sogenannte Gendiagnostik Gesetz geschützt.

Fortschritte der Labortechniken haben zu einer deutlichen Verbesserung der molekulargenetischen Diagnostik des VHL-Syndroms geführt, so dass heute bei über 95 Prozent der an VHL-Erkrankten, diese Diagnose auch durch Laboruntersuchungen gestellt oder bei eindeutigem klinischen Bild bestätigt werden kann. In den letzten 5 Jahren konnte zudem die Empfindlichkeit des Gentestes so weit verbessert werden, dass es heute möglich geworden ist, bei über 95 Prozent der tatsächlich an VHL erkrankten Personen, die Diagnose molekulargenetisch zu stellen.

Es handelt sich bei diesem genetischen Test um eine aufwendige und teure Untersuchung, die nicht wie ein herkömmlicher Labortest zu werten ist. Die Besonderheiten beziehen sich dabei aber nicht allein auf die technischen Aspekte dieser komplexen Untersuchung, sondern auf das Wesen dieses Tests. Die besondere Qualität besteht im Einzelnen aus: In diesem Gesetz wird vorgeschrieben, dass eine Indikation zu einem Gentest nur durch entsprechend qualifizierte Ärzte gestellt werden kann.

Des Weiteren wird vorgeschrieben dass, sowohl vor wie gegebenenfalls auch nach dem Test, eine entsprechende genetische Beratung erfolgen muss. Weitere Einzelheiten hierzu und die Indikationen zum Gentest werden im Teil 3. Molekulargenetische Grundlagen Jede kernhaltige Körperzelle des Menschen enthält eine Kopie unseres gesamten Erbguts siehe Abbildung Hierbei steht einem T immer ein A, und einem C immer ein G gegenüber, man sagt die Basenpaarung ist zueinander komplementär.

Diese Komplementarität stellt eine Verdopplung der Erbinformation dar und ist sehr bedeutsam für die Konservierung der Erbinformation bei der Zellteilung.

Gene stellen die funktionellen Untereinheiten der Erbinformation dar. Der Mensch hat zwischen Die für die Übersetzung und Umschreibung in Proteine verantwortlichen Basenpaare dieser Gene machen nur etwa 1,5 Prozent der gesamten Anzahl der 3 Milliarden Basenpaare eines menschlichen Genoms aus. Hier soll von Mutationen auf der molekularen Ebene gesprochen werden, da diese Ebene für das Verständnis der heute in der VHL-Diagnostik eingesetzten Verfahren bedeutsam ist.

Im engen Sinne des Wortes sind Mutationen pathologische, also krankmachende oder zumindest sehr sicher krankheitsassoziierte Veränderungen der DNA. Bei den Punktmutationen sind nur einzelne Bausteine Nukleotide der DNA betroffen, wobei ein Nukleotid verloren Deletion gehen oder eingefügt Insertion oder durch ein anderes ausgetauscht Substitution werden kann. Organisation der Erbinformation und deren Umsetzung.

Hierbei wird jeweils die Information aus der Abfolge von drei Basen als Erkennungschiffre genetischer Code für eine der 20 Aminosäuren, aus denen Proteine aufgebaut werden, genutzt. Die Proteine setzen dann die in der DNA vorhandene Information in die entsprechenden molekular-zellulären Funktionen um. Wichtig ist, dass auf jeder Ebene dieser Informationsumsetzung zusätzliche Regulationsmechanismen eingeschaltet sind und dass auf jeder dieser Ebene ebenfalls Störungen auftreten können, über die es zum Auftreten von pathologischer also fehlerhaften Funktion des Proteins kommen kann.

Diese Polymorphismen sind vielmehr Ausdruck der Variabilität unseres Genoms, wobei heute viele Einzelheiten noch unklar sind. Mutationen treten sehr häufig auf. Jeder Mensch erlebt oder erleidet im Laufe seines Lebens - ja geradezu täglich - Millionen von Mutationen. Hierbei gibt es eine Vielzahl von sehr verschiedenen Ursachen. Man unterscheidet die endogenen von den exogenen Ursachen. Bei jedem Zellteilungsvorgang wird in jeder sich teilenden Zelle unser gesamtes Erbgut einmal kopiert, was im Idealfall ohne Fehler geschehen sollte.

Durch unsere Umwelt sind wir täglich einer Vielzahl von Mutationen begünstigenden Faktoren ausgesetzt. Diese Mutagene wirken physikalisch oder chemisch auf unsere DNA so ein, dass Mutationen entstehen können. Entstehen diese Mutationen während der Reifung der Geschlechtszellen, wird damit eine Mutation permanent in unserem Erbgut an die Nachkommen weitergegeben. Man nennt diese Veränderung Alteration eine Keimbahn-Mutation.

Sind keine Geschlechtszellen sondern lediglich Körperzellen betroffen, spricht man von somatischen Mutationen, bzw. Auch im VHL-Gen können Mutationen, die als somatische Mutation auftreten, bedeutsam sein, wenn sie im Tumorgewebe bei Betroffenen als zweite Mutation auftreten oder auch bei nicht von VHL betroffenen Patienten, die ein sporadisches klarzelliges Nierenzellkarzinom entwickeln.

Hierbei sind dann beide Mutationen Zweitreffer-Modell somatisch. Nachweis von Mutationen War - wenige Jahre nach der Isolierung des VHL-Gens - die Rate des Muta-tionsnachweises mit den damals zur Verfügung stehenden molekulargenetischen Untersuchungsverfahren etwa 60 Prozent, so beträgt sie durch die Anwendung ergänzender Nachweismethoden heute nahezu 95 Prozent.

Die erste Ebene umfasst den Nachweis von sehr kleinen Veränderungen, die einige wenige Basenpaare, im Extremfall auch Punktmutationen umfassen. Der Begriff "Bevölkerungsvorausberechnung" dient als Oberbegriff für verschiedene Unterbegriffe wie "Bevölkerungsprognose", "Bevölkerungsprojektion", "Bevölkerungsmodellrechnung" und "Bevölkerungs-Simulationsrechnung".

Bei einer Bevölkerungsprognose werden die Annahmen mit dem Ziel getroffen, dass die Wahrscheinlichkeit ihres Eintreffens möglichst hoch und der Prognosefehler Differenz zwischen Prognoseergebnis und tatsächlicher Entwicklung möglichst gering ist.

Demgegenüber besteht das Ziel einer Bevölkerungsprojektion in der Berechnung eines Prognoseintervalls, bestehend aus einer oberen, mittleren und unteren Variante. Zu diesem Typus zählen zum Beispiel die Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes. Die Annahmen der UN sind oft bewusst optimistischer gesetzt als es der bisherigen Entwicklung entspricht. Beispielsweise nehmen die Annahmen über einen besonders raschen Rückgang der Geburtenrate in den Entwicklungsländern den Erfolg einer wirksamen Bevölkerungspolitik in der Zukunft vorweg, obwohl deren ausreichende Finanzierung nicht sicher ist.

Um den Zielcharakter dieser Vorausberechnungen hervorzuheben, wird dieser Typ von Projektionsrechnungen im Deutschen auch mit dem Begriff "Zielprojektion" bezeichnet. Modellrechnungen dienen nur dem Ziel, die aus unterschiedlichen Annahmen folgenden demografischen Zustände in der Zukunft zu ermitteln, ohne eine maximale Prognosegenauigkeit anzustreben.

Bei besonders zahlreichen Varianten werden Ober- und Untergrenzen für die Geburten-, Sterbe- und Wanderungsrate durch die Forschung festgelegt, während der Zahlenwert selbst durch den Computer nach dem Verfahren der Zufallsstichprobe aus dem vor- gegebenen Intervall "gezogen" wird wie ein Los aus der Urne.

Wahrscheinlichkeitsverteilung über das Ergebnis bilden lässt "stochastische Bevölkerungsvorausberechnung". Der Mittelwert der Häufigkeitsverteilung lässt sich dann als das Ergebnis mit der höchsten Wahrscheinlichkeit interpretieren. Die verschiedenen Varianten der Weltbevölkerungsentwicklung bis zum Jahr Quellentext Anfänge der staatlichen Sozialversicherung [ Die Sippe hielt und half. In den aufkommenden Handwerksberufen waren es die Zünfte und Gilden, die sich um ihre Mitglieder kümmerten.

Wo nach und nach Städte entstanden, erfüllten die Kirchen ihren diakonischen Auftrag und halfen Kranken und Verarmten. Zu Beginn des Jahrhunderts änderte sich die Situation rasch.

Die Aufhebung der Leibeigenschaft trieb Scharen von freien, aber armen Bauern in die aufblühenden Städte. Maschinen ermöglichten die Fabrikationswirtschaft: Die industrielle Revolution war ausgebrochen, die sozialen Bande hielten nicht stand. Armut wurde zum Massenphänomen.

Und somit zum Politikum. Das Gespenst des Kommunismus ging um in Europa. Auch in Deutschland waren Hunderttausende arm. Sie zu verhindern, verteilte der Reichskanzler Otto von Bismarck Zuckerbrot und schwang die Peitsche: Die Sozialistengesetze von brachten Versammlungs-, Organisations- und Publikationsverbote für Sozialdemokraten und Gewerkschafter. Zuerst brachte Bismarck die Krankenversicherung auf den Weg, Für die mit höchstens sechs Prozent des Arbeitslohns historisch niedrigen Beiträge gab es ärztliche Behandlung, Arzneimittel und mindestens die Hälfte des Einkommens als Krankengeld.

Ein Jahr später folgte die Unfallversicherung. Starb er, bekamen die Hinterbliebenen eine Rente. Gezahlt haben die Berufsgenossenschaften, die die Kosten auf die Unternehmer umlegten. Die Arbeitgeber bekamen einen Anreiz, Betriebsunfälle zu verhüten, die Arbeiter mussten keine aufwendigen Ersatzprozesse führen. Das Prinzip gilt noch heute.

Erst entstand mit der Invaliditäts- und Alterssicherung die Vorgängerin der heutigen Rentenversicherung. Sie leistete Rente, wenn der Arbeiter wegen Invalidität weniger als ein Sechstel seines früheren Verdienstes erzielte oder mindestens 70 Jahre alt war.

Aber wer als Arbeiter alt wurde, war meistens Invalide, und die Lebenserwartung lag bei 40 Jahren. Dafür war der Beitragssatz zu gering: Die Versicherung enthielt sowohl kapitalgedeckte Elemente, bei denen die Versicherungsleistungen angespart und später ausgeschüttet werden, als auch Umlageaspekte, bei denen die jeweils aktuellen Beitragszahler für die Leistungsempfänger aufkommen.

Sie galt in wesentlichen Teilen noch bis in die neunziger Jahre. Bewerten Sie diesen Beitrag: