Göttweiger Grafisches Kabinett wandert in die „Burg“



Die Donau-Universität richtet hier ihr Institut für Bildwissenschaften ein, das der Abteilung für Kulturwissenschaft zugeordnet ist. Für uns im Einsatz. Fuchs zum Beispiel hätte nicht im Traum daran gedacht, Sponsoren heranzuziehen, über die finanziellen Mittel der Stadt ist er nie hinweg gegangen, und ich hatte den Eindruck, dass er zunehmend frustriert war.

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Aber mit vielen Exponaten ging er einfach sorglos um. Aber Fuchs meinte einfach: Das betrifft wohl vor allem Lehmbruck-Skulpturen, die er eigenhändig bearbeitete ….

Ja, also, Fuchs war sicher ein Museumsmann wie aus dem Jahrhundert, das Urbild eines Gelehrten, die Sammlung der Kunsthalle verdankt ihm sehr viel. Sein Umgang mit Menschen war allerdings etwas zwiespältig, auf eigenartige Weise autistisch. Fuchs schritt die Reihe Pfeife rauchend ab und ging dann. Wortelkamp und ich blieben ratlos zurück. Später fragte ich Fuchs, was er von den Werken hielte? Jahrhunderts, aber eine Fachdiskussion war ganz unmöglich.

Das hat sich doch inzwischen sehr verändert? Fuchs zum Beispiel hätte nicht im Traum daran gedacht, Sponsoren heranzuziehen, über die finanziellen Mittel der Stadt ist er nie hinweg gegangen, und ich hatte den Eindruck, dass er zunehmend frustriert war. Als ich an die Kunsthalle kam, machte ich meine Antrittsbesuche bei der Stadt, also auch beim Stadtkämmerer. Ich brachte die Probleme mit dem Ankaufsetat zur Sprache - der lag damals bei etwa Während meines Volontariats am Landesmuseum Darmstadt unter dem offenen, agilen Direktor Gerhard Bott sah ich, welche Vorteile es hat, wenn man Sponsoren heranzieht, die sich einbringen, ohne selber Einfluss auf Projekte zu nehmen.

Hatten Sie bei Bott gelernt, mit welcher umsichtigen Offenheit man ein Museum führen kann? Als ich mich eben vom Museumsdirektor verabschiedete, schwebte eine bildhübsche Dame den Flur hinunter. Der Direktor klärte mich auf: Sie verdient doppelt so viel wie ich! Das wäre damals hier undenkbar gewesen.

Mittlerweile verlangt man heute von einem Museumsleiter auch Management-Fähigkeiten. Muss man ein Allroundtalent sein: Aber die Skulpturenbestände wurden doch recht systematisch aufgebaut, auch durch Heinz Fuchs? Die Amerikaner zum Beispiel sind gar nicht vorhanden. Wenn ich das Spezialgebiet moderne Plastik betreibe, sollte ich vielleicht ein Werk von Richard Serra haben….

Ja, gut, aber diese Lücken sind heute nicht mehr zu füllen, dazu sind die Preise viel zu hoch. Warum werden solche direkt auf Mannheim bezogenen Werke nicht hier gehalten?

Sie haben seinerzeit auch nichts für diesen Sammlungsbereich getan. Haben Sie etwas gegen Fotografie? Nein, es gibt ganz tolle fotografische Werke, aber wenn man neu in dieses Thema einsteigt, muss man sich auch die reichhaltige Geschichte seit dem Jahrhundert aneignen, und an solche Ankäufe war ja gar nicht zu denken. Ich war froh, dass ich die Skulpturenbestände immer mal ergänzen konnte.

Da standen ihnen der Förderkreis-Vorsitzende Hans Bichelmeier und auch der Museumsshop mit seinen recht guten Einnahmen immer zur Seite…. Ich habe Hans Bichelmeier unglaublich viel zu verdanken, aber auch dem Museumsshop, in dem 50 ehrenamtliche Damen unerwartet hohe Einnahmen erzielten.

Der Museumsshop gehört ja zu den Institutionen, die Sie erst hier geschaffen haben …. Ja, so etwas gab es in Deutschland damals nur sehr selten. Ich hatte das erstmals bei einem Besuch in Bremen gesehen, und später drängten mich Freunde, das auch in Mannheim zu realisieren.

Anfangs hatte ich befürchtet, ich bekäme gar nicht das Personal für das Projekt zusammen. Personelle Ressourcen fehlten auch im wissenschaftlichen Bereich. Sie haben erstmals wissenschaftliche Mitarbeiter mithilfe der Getty-Stiftung und der Thyssen-Stiftung für die maroden Grafikbestände eingesetzt. Lechner ist nicht nur Leiter des Grafischen Kabinetts, sondern in Personalunion auch Leiter der Abteilung für Kulturwissenschaft sowie des Zentrums für Bildwissenschaften.

Die neue Umgebung des Grafischen Kabinetts ist überaus ansprechend: In den Räumen im Obergeschoss befindet sich eine mittelalterliche Holzdecke, die ebenso wie die Wände mit Ornamenten des Einen Stock tiefer wird auch ein Seminarraum untergebracht. Erstes wissenschaftliches Projekt der Donau-Universität ist die digitale Erfassung der riesigen Grafikbestände. In einer Diathek sind ferner Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei.

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