Darf man während der Insolvenz Aktien kaufen?


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Das galt auch noch, als die Währungen durch Gold gedeckt waren, als man also von der Notenbank verlangen konnte, ihre Banknoten in Gold einzutauschen.

Entwicklung der Staatsverschuldung in Deutschland

3. Aktionäre sind dumm und frech. Dumm, weil sie ihr Geld anderen Leuten ohne ausreichende Kontrolle anvertrauen; frech, weil sie Dividenden fordern, also für ihre .

Ganz hartnäckig hält sich die Vorstellung, die Kontenführung der Banken sei eine Art "Inhaltsverzeichnis" für den Tresor, weil es eine Zahl auf dem Konto doch nur geben könne, wenn es irgendwo auch das dazugehörige "richtige Geld" gibt. Von der immer noch bestehenden Deutschen Bundesbank wird monatlich eine Statistik veröffentlich, die den "Deutschen Beitrag zur konsolidierten Bilanz der monetären Finanzinstitute MFIs im Euro Währungsgebiet" nachweist.

Das entspricht einem Verhältnis von ungefähr 1: Auf dem Papier, aus dem die Kontoauszüge der Banken sind. Von da aus ist es nur ein kleiner gedanklicher Schritt bis zu dem Schluss, dass Scheine und Münzen völlig überflüssig sein werden, sobald sich der elektronische Zahlungsverkehr und insbesondere die Chipkartentechnik endgültig durchgesetzt haben wird.

Daraus folgt dann im letzten Schluss, dass auch der Schein als solche r und die Münze an sich im Grunde "wertlose" Gegenstände sind, die für uns nur deshalb einen Wert repräsentieren, weil sie die Ikonen sind, an denen sich unser Glaube an das Geld festhalten kann.

Dieser Glaube beschränkt sich auf die Annahme, dass jedermann innerhalb eines Währungsgebietes bereit sein wird, eine ziemlich präzise vorhersehbare Menge an Gütern und Leistungen aus seinem Angebot gegen einen bestimmte Summe Geldes abzugeben. Der aufgedruckte Wert eines Geldscheines ist folglich - genau wie die Zahlen auf dem Konto - nichts anders, als eine zuverlässige Information über die Geldmenge, die dem Besitzer von Geldschein bzw.

Konto als Tauschmittel zur Verfügung steht. Es muss also selten und knapp und schwer zu beschaffen sein. Vor langer Zeit, als Geld noch aus Edelmetallen hergestellt wurde, war der Wert des Geldes einfach durch den Wert des seltenen, knappen und schwer zu beschaffenden Edelmetalles repräsentiert.

Das galt auch noch, als die Währungen durch Gold gedeckt waren, als man also von der Notenbank verlangen konnte, ihre Banknoten in Gold einzutauschen. Heute, in einer Zeit, in der das Geld völlig losgelöst von jedem materiellen Wert existiert, entsteht die Knappheit daraus, dass Geld nur demjenigen zur Verfügung gestellt wird, der glaubhaft versichern kann, dass er in der Lage sein wird, das Geld nach dem Gebrauch zurückzugeben und für die Dauer des Gebrauches eine Leihgebühr zu entrichten, den Zins.

Doch erst wenn der Bank ausreichende Sicherheiten geboten werden, aus denen sie sich bedienen kann, falls die Rückzahlung doch nicht gelingt, steht der "Herstellung" des benötigten Geldes nichts mehr im Wege. Geld wird erst bei Bedarf und nachgewiesener Bonität zur Verfügung gestellt. Diese Aufgabe nehmen die Geschäftsbanken wahr. Die Idee dahinter ist einfach: Die Bank erklärt - durch Buchung auf dem Konto - dass ein Kunde berechtigt sei, eine gewisse Menge Geldes zu benutzen.

Sie schreibt diesen Betrag dem Girokonto des Kunden gut und belastet damit das Kreditkonto des Kunden. Doch damit ist das Geld noch nicht entstanden. Kunde und Bank könnten sich jederzeit darauf einigen, die Buchungen rückgängig zu machen. Alles wäre wie vorher - die Kreditgewährung selbst ist also nur eine - wenn auch unumgängliche - Vorstufe zum Geld.

Erst in dem Augenblick, in dem der Kunde aus dem Kreditbetrag der seinem Girokonto gutgeschrieben ist, eine Überweisung vornimmt, bzw. Erst wenn sich das Guthaben vom Kredit getrennt hat, wenn es also bei einem Dritten angekommen ist, der von der Tilgungsverpflichtung aus dem ursprünglichen Kreditvertrag nicht betroffen ist, oder wenn es in Bargeld ausbezahlt wurde, ist Geld entstanden.

Der Weg des Geldes durch die Welt endet, sobald es benutzt wird, um einen Kredit zurückzuzahlen. Es hat dann seinen Zweck erfüllt und ist restlos verschwunden, auch, und das ist die Regel, wenn der Kredit, der damit getilgt wird, ein ganz anderer ist, als der, aus dem es ursprünglich entstand. Die Sache hat nur einen Haken. Das Geschäft des Kunden mit der Bank ist erst dann wirklich abgeschlossen, wenn nicht nur der geliehene Betrag getilgt ist, sondern wenn auch die vereinbarten Zinsen gezahlt wurden.

Es existiert nicht, die Zinsen können gar nicht bezahlt werden, es sei denn Es sei denn, Geld, das aus einem anderen Kredit entstanden ist, wird für die Zinszahlung eingesetzt. Das erschwert natürlich die Rückführung dieses anderen Kredites gleich doppelt und an eine vollständige Tilgung und Zinszahlung ist gar nicht zu denken, wenn es nicht gelingt, über weitere Kredite so viel Geld zu schaffen, dass immer neue Zinsen aus immer neuen Krediten bedient werden können. Es gibt aus diesem System keinen Ausweg.

Um es am Leben zu erhalten, erfordert es ein ständiges Wachstum der Verschuldung, denn auch das Bargeld, die schönen bunten Banknoten, die im Auftrag der Zentralbanken von hochspezialisierten Druckereien möglichst fälschungssicher hergestellt werden, sind zunächst kein Geld, sondern nur besondere Formulare. Formulare die erst dadurch zu Geld werden, dass eine Geschäftsbank sich in entsprechender Höhe bei der Zentralbank verschuldet und sich den Darlehensbetrag zur Auffüllung der eigenen Kassenbestände als Bargeld auszahlen lässt.

Bargeld ist also tatsächlich nichts als eine besondere Erscheinungsform des Giralgeldes. Eine Erscheinungsform, mit deren Hilfe es dem Giralgeld gelingt, sich von der Bindung an das Bankkonto zu lösen und über eine gewisse Zeit eigene und völlig unkontrollierbare Wege zu gehen. Sobald das Bargeld allerdings wieder am Schalter einer Bank einbezahlt wird, steht es in höchster Gefahr, wieder zum wertlosen Formular zu werden und wenn der Bargeldbestand einer Bank die geplante Bandbreite überschreitet, werden die schönen bunten Scheine tatsächlich an die Zentralbank zurückgegeben, wo sie im Keller verschwinden und dort solange das Dasein wertloser Formulare fristen, bis sie erneut verliehen werden.

Geld entsteht dadurch, dass ein Kredit gewährt und in Anspruch genommen wird. Geld verschwindet vollständig, wenn es zur Tilgung eines Kredites verwendet wird. Übrig bleibt die Zinsforderung, die nur durch einen weiteren, zusätzlichen Kredit befriedigt werden kann. So viel zum modernen Geld in seiner Funktion als Tauschmittel.

Wir kennen und schätzen das Geld aber doch auch als Wert an sich. Wir legen Geld an, wir haben Geld auf dem Konto, wir haben ein Wertpapierdepot, festverzinsliche Schuldverschreibungen und Aktien.

Wir haben Lebensversicherungen und Bausparverträge. Alles unser Geld, oder? Diese Funktion des Geldes, die es ihm erlaubt, nicht nur Tauschmittel, sondern auch Wertaufbewahrungsmittel zu sein, zwingt uns zu einer neuen Unterscheidung.

Wir müssen zwischen wirklichem Geld und Geld-Vermögen differenzieren. Als Geld können wir nämlich guten Gewissens nur das Bargeld und die sofort verfügbaren Guthaben auf dem Girokonto bezeichnen. Als Geldvermögen bezeichnen wir also alle Guthaben und Forderungen auf Geld, bei denen durch die langfristige Anlage ein langfristiger Verzicht auf die eigene Nutzung des Geldes dokumentiert ist.

Geldvermögen bringen in aller Regel Zinserträge. Zum Geldvermögen zählen festverzinsliche Wertpapiere ebenso, wie langfristige Spareinlagen. Auch die Rückkaufswerte der Lebensversicherungen und die angesparten Summen im Bausparvertrag sind Geldvermögen. Aktien, als Anteile an Unternehmen, begründen keine Forderung auf einen Geldbetrag und zählen daher nicht zum Geldvermögen, sondern zu den Sachwerten, auch wenn dieser feine Unterschied von vielen Statistikern nicht mehr beachtet wird.

Der Codex Hammurapi aus dem Jahrhundert vor Christus erlaubte den Zins, bei Nichtzahlung drohte die Schuldknechtschaft. Für ein Zinsverbot traten Platon und sein Schüler Aristoteles ein. Platon war der Auffassung, dass die Zinseinnahme den Staat schädige, [4] für Aristoteles galt das Zinsennehmen als moralisch schlechtes wirtschaftliches Handeln Chrematistik.

Im Neuen Testament ist von einem generellen und absoluten Zinsverbot keine Rede. Jesus Christus sprach vielmehr ganz unbefangen von Geld und Zins: In Palästina warf der König seinem Diener vor: Das im Alten Testament wahrscheinlich nur gegenüber Notleidenden geltende Zinsverbot wurde in Elephantine und wohl auch in Palästina nach der Mischna [7] nicht befolgt und im talmudischen Recht umgangen.

Tanach schreibt ein Verbot des Zinsnehmens lediglich teilweise fest, und zwar in mehrfach belegten Varianten. Der älteste Text entstammt dem so genannten Bundesbuch. Hier findet sich die Forderung:. Auch das so genannte Heiligkeitsgesetz , nach verbreiteten Forschungshypothesen eine Rechtsschrift der Priesterschrift , formuliert ein Zinsverbot:.

Du sollst nicht Zins von ihm nehmen und sollst dich fürchten vor deinem Gott, damit dein Bruder neben dir lebt. Ein solcher Bezug nicht nur auf den Familienverband, sondern das gesamte Volk, wird im deuteronomischen Gesetzeswerk bereits vorausgesetzt:.

Dem Fremden hebräisch nochri , d. Nicht nur im Pentateuch , auch in Schriften der alttestamentlichen Propheten findet sich das Verbot von Zinsen. Mit Höchstzinsen versuchten die Regierungen, dieses Zinsrisiko für den Schuldner zu begrenzen oder durch Zinsverbote ganz abzuschaffen.

So kannte bereits das babylonische Zinsrecht reguläre Zinsen, Verzugszinsen, Zinsschranken und Zinsverbote. Daraus folgerte man, dass Juden Kredite an Nichtjuden verleihen durften. Das römische Recht kannte als Regelfall mit dem Mutuum ein zinsloses Darlehen meist aus Gefälligkeit an Verwandte oder Freunde, bei dem Zinsen nur durch eine besondere Stipulation erhoben werden konnten.

Das Zwölftafelgesetz von v. Titus Manlius Imperiosus Torquatus halbierte v. Zinseszinsen lateinisch usurae usurarum unterlagen seit Ulpian um nach Christus einem Verbot. Das Zinsverbot des Neuen Testaments findet sich bei Lukas. Als eigentlicher Ausgangspunkt des Zinsverbots gilt das Gebot des 5. Im Übrigen wurde zwischen unzulässiger lateinisch usura und zulässigem lateinisch interesse unterschieden.

So war auch bei einem Darlehen eine Zinsvereinbarung zulässig, wenn dem Geldgeber ein Vorteil entging lateinisch lucrum cessans , er einen Schaden erlitt lateinisch damnum emergens oder die Gefahr des Kapitalverlusts lateinisch periculum sortis bestand.

Ein Fall des damnum emergens ist z. Das Zinsverbot wurde von den Templern Ritterorden und anderen Bankiers durch einen Zuschlag geschickt umgangen. Der Patriarch Photios I. In der kasuistischen Diskussion des Talmud werden einige der angeführten Stellen der hebräischen Bibel näher präzisiert und das Zinsverbot weiter verschärft bzw.

Der Unterschied von jüdischen oder nichtjüdischen Schuldnern entfällt vgl. Baba mezia 70b—71a; [27] Makkot 24a. Im christlich geprägten mittelalterlichen Europa galt seit dem Jahrhundert ein allgemeines Zinsverbot. Umgekehrt wurden ihnen von christlichen Obrigkeiten vor allem ab dem Spätmittelalter diverse Verbote auferlegt, Handwerk und ähnliches auszuüben u.

Zunftzwang , ebenso vielfach der Grundbesitz untersagt. Daher waren vor allem die europäischen Juden häufig als Geldverleiher tätig. So entwickelte sich im Antijudaismus des Mittelalters das Stereotyp des reichen, habgierigen, betrügerischen Juden.

Juden brauchten die christlichen Regeln des Zinsverbots nicht zu befolgen und entwickelten sich deshalb im Hochmittelalter zu Geldverleihern.

Der Islam übernahm das christliche Zinsverbot und forderte nach n. Beim islamischen Zinsverbot ist es bis heute in der Scharia geblieben. Da sich der Islam als göttliches Regelwerk sieht, dessen wichtigstes Heilsmittel in der Erfüllung der göttlichen Vorschriften besteht, ist die Einhaltung des Zinsverbots zentraler Bestandteil der Religion. Infolge dessen sind alle zinstragenden Geschäfte verboten.

Hingegen sind alle Erträge akzeptabel, welche auf einem Handel oder einer Investition in ein bestimmtes Produkt beruhen. Zugelassen sind also Handelsfinanzierungen , Risikokapitalvergaben , Vermietungen, Leasing und der Rohstoffhandel. Die gebräuchlichste Investitionsform ist allerdings der Kauf von Aktien privater und öffentlicher Unternehmen; denn Dividenden gelten nicht als Zinsen, weil die Aktionäre keinen Rechtsanspruch darauf besitzen und Dividenden einen erlaubten Gewinn darstellen.

Umgehungen dieser Art finden sich in der islamischen Rechtspraxis häufig; sie sind eines der Mittel, die finanziellen Aktivitäten scheinbar schari'a-konform zu gestalten. Im Anschluss daran hielt die deutsche Rechtswissenschaft das Zinsverbot für gewohnheitsrechtlich abgeschafft. Er begründete dies damit, dass der Erlös aus verliehenem Geld eigentlich dem Eigentümer zustehe, so dass es gerecht sei, den Eigentümer durch Zinsen zu entschädigen. Das tun auch die Sünder. Und wenn ihr nur denen etwas leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank wollt ihr dafür?

Auch die Sünder leihen Sündern in der Hoffnung, alles zurückzubekommen. Ihr aber sollt eure Feinde lieben und Gutes tun und leihen, auch wo ihr nichts dafür erhoffen könnt. In Frankreich blieb der Darlehenszins genau Jahre bis zum Das rigide Zinsverbot stand als Hindernis der Entfaltung moderner Wirtschaftsformen im Weg, führte zu einem konfliktträchtigen Monopol des Geldverleihens durch Juden und zu Umgehungsversuchen durch Kaufleute.

August an den Bischof von Rennes aufgehoben. Die Aussagen des Kirchenrechts zum Zinsverbot gelten in säkularen Staaten nicht unmittelbar auch im Rechtswesen.

Hier sorgen erst Rechtsnormen wie Gesetze für Regelungen zum Zinsrecht. Diese Vorschrift begründet zwar keinen Zinsanspruch, regelt jedoch die Zinshöhe. Danach dürfen Zinseszinsen nur für Habenzinsen auf Einlagen bei Kreditinstituten , sowie für Kreditzinsen auf Hypothekendarlehen von Pfandbriefbanken vereinbart werden. Der Zins bildet heute in der Rechtsquelle des internationalen Privatrechts einen Teil der gesetzlichen Vertragsfreiheit Zinsfreiheit.

Auch das englische Recht kennt als Lex fori kein Zinsverbot. Es bleibt deshalb den Vertragsparteien unbenommen, bei der Kreditgewährung oder Geldanlage einen Zins zu verlangen bzw.

Verzichtet mithin ein nicht-islamischer Kreditgeber auf die Berechnung von Kreditzinsen, ist dies rechtlich nicht zu beanstanden.

Allerdings drohen ihm wirtschaftliche Konsequenzen, denn ein Zinsverzicht widerspricht dem Unternehmensziel der Gewinnmaximierung und kann ihm sogar Verluste einbringen, wenn er selbst Refinanzierungskosten zu tragen hat und ein fehlender Zinsertrag die Kostendeckung verhindert.

In der nicht-islamischen Welt gibt es gesetzliche Zinsen für den Fall, dass sie vertraglich nicht vereinbart sind etwa Deutschland , Österreich , Schweiz , Italien oder Frankreich oder auch nicht Common Law.

Das hat zur Folge, dass selbst bei vertraglich nicht vereinbarten Zinsen der gesetzlich vorgeschriebene Zins gilt.

Ist in England ein Zins vertraglich nicht vereinbart, steht hingegen ein gesetzlicher Zins nicht zur Verfügung. Das englische Recht bekennt sich zur Zinsfreiheit, gegen Zinsschranken oder Zinsverbote anderer Länder hat es allerdings nichts einzuwenden. Ein gesetzliches Zinsverbot kennt die Scharia im islamischen Kulturkreis nur dort, wo sie streng und umfassend angewandt wird.

Dort gilt das Zinsverbot als Hauptcharakteristikum der islamischen Wirtschaftsordnung. Solange Muslime in Geschäftsbeziehung untereinander stehen, entspricht das Zinsverbot dem gemeinsamen Rechtsverständnis aller Vertragspartner.

Ein Konflikt tritt jedoch auf, wenn das islamische Zinsverbot auf die generelle Zinserlaubnis in der nicht-islamischen Welt trifft. Getroffene Zinsabreden widersprechen dem Zinsverbot, stellen eine ungerechtfertigte Bereicherung dar [47] und sind deshalb nichtig. Als Jurisdiktion bietet sich englisches Recht englisch the courts of England an.