Ausstieg aus der Zuckersucht



Und so "verwöhnen" sie sich auch noch im Erwachsenenalter mit Süssigkeiten und erleben nach deren Verzehr ein angenehmes Wohlgefühl und eine Art innerer Ruhe. Sie haben Ihre Kinder grundlos angebrüllt?

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Denn dann dürfte er nicht mehr in unsere Lebensmittel gemischt werden. Er dürfte nicht mehr an Kinder verkauft werden und er müsste einen Warnhinweis tragen, etwa. Das aber würde die Lebensmittelindustrie nicht mit sich machen lassen, die unbewusst Zuckersüchtigen würde es nicht im Geringsten beeindrucken und wer seine Zuckersucht erkannt haben sollte, wüsste immer noch nicht, wie er sich von ihr lösen könnte - wenn er nicht gerade auf den letzten Hinweis stossen würde. Sind Sie schon einmal um Mitternacht zur Tankstelle gefahren, um sich mit Süssigkeiten einzudecken?

Kennen Sie das Gefühl, an nichts anderes mehr denken zu können als an etwas Süsses? Ist es bei Ihnen auch so, dass Sie sich ein Mittagessen ohne Dessert nicht mehr vorstellen können? Werden auch Sie gelegentlich von unheimlichem Heisshunger auf Süsses heimgesucht, gefolgt von nicht weniger unheimlichen Fressattacken? Zucker kann also tatsächlich wie eine Droge wirken.

Und der Zuckersüchtige verhält sich häufig nicht viel anders als ein Raucher, der dringend eine Zigarette braucht oder ein Alkoholiker, der ohne sein abendliches Fläschchen Wein ungemütlich wird.

Wie kann ich meinen Heisshunger stoppen? SIE betrifft das nicht? Dann ist folgendes Experiment für Sie sicher gar kein Problem: Keine Schokolade , keine Bonbons, keine Schokoriegel, keine Milchschnitten, keine Nuss-Nougat-Brotaufstriche, keine Marmelade, keine süssen Teilchen, keinen Kuchen, keine Kekse und natürlich auch keine gesüssten Getränke. Denken Sie auch an den versteckten Zucker und meiden Sie ihn!

Keine gesüssten Müslis, keine gesüssten Frühstücksflakes, keine Crunchys und keine Crispies, keine gesüssten Fruchtjoghurts oder andere gesüssten Milchprodukte und keine probiotischen Joghurts, wenn dort Zucker enthalten ist. Und kommen Sie bloss nicht auf die Idee, aus Kompensationsgründen unauffällig Ihren Ketchupkonsum zu erhöhen. Ketchup enthält bis zu 1,5 Stück Würfelzucker pro Esslöffel! Es sei denn, Sie bereiten sich Ihren Ketchup selbst zu.

Lesen Sie dazu unseren Text über selbst gemachtes Ketchup. Sie haben alle Zuckervorräte verbannt? Und alle zuckerhaltigen Lebensmittel, die noch in Ihrer Küche waren, verschenkt? Prima, dann lesen Sie hier doch in drei Tagen weiter….

Was machen SIE denn hier? Sie fühlen sich überfordert? Sie haben Ihre Kinder grundlos angebrüllt? Sie können sich nicht auf Ihre Arbeit konzentrieren? Sie finden diese Ohne-Zucker-Aktion besch…eiden?

Wie geht es Ihnen? Drei Tage ohne Zucker! Sie können das Wort "Zucker" nicht mehr hören, ohne handgreiflich zu werden? Sie haben wieder mit dem Rauchen angefangen?

Sie haben sich und Ihre Emotionen nicht mehr unter Kontrolle? Sie fühlen sich ferngesteuert? Keine Sorge, Sie sind nicht allein! Zuckersucht ist ein häufiges Phänomen. Die Zuckersucht zeigt sich darin,. Tragisch ist, dass in unserer Gesellschaft Zucker verharmlost wird und als ganz normales Lebensmittel gilt. Die Zuckersucht wird daher nicht als eine solche erkannt. Erkennen Zuckersüchtige ihr Problem jedoch selbst, werden sie in den allermeisten Fällen nicht ernst genommen. Während kein Mensch zu einem trockenen Alkoholiker sagen würde "komm schon, ein Gläschen wird doch wohl gehen", müssen sich Ex-Zuckersüchtige oder Zuckersüchtige im Entzug immer wieder anhören "die Dosis macht das Gift " und "das bisschen Zucker wird dich schon nicht umbringen".

Weil es bei der Zuckersucht eben NICHT bei einem Bisschen bleiben wird und weil der tägliche Verzehr von grösseren Mengen Zucker langfristige gesundheitliche Schäden mit sich bringen kann, die dazu führen, dass das Leben — so spassig es auch mit all den Naschereien möglicherweise war — plötzlich überhaupt nicht mehr lustig ist. Damit eine Sucht entstehen kann, braucht es einen Stoff, der süchtig machen kann Alkohol, Nikotin oder eben Zucker und gleichzeitig ein suchtanfälliges Gehirn.

Bei einer Sucht ist das Gleichgewicht zwischen den Botenstoffen im Gehirn gestört — nämlich vor allem zwischen Serotonin und Dopamin. Süchtiges Verhalten kann besonders dann entstehen, wenn der Serotoninspiegel zu niedrig und der Dopaminspiegel gleichzeitig zu hoch ist oder wenn beide Botenstoffe in zu geringen Konzentrationen vorhanden sind.

Dopamin ist ein körpereigener Botenstoff, der im Gehirn dann ausgeschüttet wird, wenn wir kribbelig vor Vorfreude sind, etwa vor einem Date, vor einem Wettkampf oder vor einem erhofften Erfolgserlebnis.

Dopamin verschafft uns den nötigen Antrieb und auch die geistige Klarheit, damit wir Gas geben, um das ersehnte Ziel möglichst rasch zu erreichen. Tritt der Erfolg ein, wird ein anderer Botenstoff ausgeschüttet: Serotonin vermittelt das Gefühl von Befriedigung und Entspannung. Das Ziel ist erreicht. Wir sind glücklich und zufrieden. Umgekehrt führt ein Dopaminmangel zu Antriebsschwäche und Lustlosigkeit.

Ein Serotoninmangel hingegen macht ängstlich, unzufrieden und zickig. Instinktiv greifen wir in solchen Mangel-Situationen nach den uns bekannten Drogen. Der eine steckt sich eine Zigarette an, der andere kippt ein Schnäpschen und der dritte vertilgt eine Tafel Schokolade. Drogen erhöhen den Dopamin- und Serotoninspiegel — und zwar völlig ohne dass wir etwas aus eigener Kraft geschafft oder erlebt hätten.

Drogen machen glücklich und entspannt. Sie täuschen dem Menschen vor, er habe sich gerade eben ein grossartiges Ziel erkämpft und es schliesslich auch wohlverdient erreicht. In Wirklichkeit hat der Betreffende nichts erkämpft, nichts erreicht, nichts gemacht - ausser Drogen konsumiert und sich einer Selbsttäuschung hingegeben.

Zucker wirkt wie Alkohol und Nikotin. Zucker erhöht den Dopamin- und Serotoninspiegel. Dennoch wurde lange Zeit bestritten, dass es so etwas wie eine Zuckersucht gibt. Inzwischen liegen jedoch auch eindeutige wissenschaftliche Hinweise auf eine Zuckersucht vor. Die an Zucker gewöhnten Tiere litten unter extremen Entzugserscheinungen Zittern, Zähneklappern, Ängste , als man ihnen den gewohnten Zucker wegnahm. Die Ratten griffen daraufhin verstärkt zu den angebotenen Ersatzdrogen wie z.

Als man ihnen wieder Zucker gab, frassen sie davon mehr als je zuvor. Sie zeigten also ähnliche Verhaltensweisen wie der Mensch. Natürlich wurden die Ratten auch dahingehend untersucht, was sich in ihren Körpern durch die Zuckersucht verändert hatte. Man stellte fest, dass sich im Gehirn der Ratten schon nach vier Wochen verstärkten Zuckerkonsums dieselben Veränderungen manifestiert hatten natürlich in weniger intensiver Form , wie das nach dem Konsum von harten Drogen z.

Heroin, Kokain der Fall ist. Auch eine andere Untersuchung weist darauf hin, dass es eindeutige Parallelen zwischen der Sucht nach Drogen und der Vorliebe für Zucker gibt. So kann man bei alkohol- bzw. Da auch Kinder von alkoholabhängigen Eltern einem höheren Risiko für eine Zuckersucht unterliegen als Kinder von nicht abhängigen Eltern, geht man von bestimmten Genen aus, die einerseits eine Anfälligkeit für Alkoholabhängigkeit, aber auch für Zuckersucht in sich bergen.

Berücksichtigen Sie hier aber, dass "Anfälligkeit" nicht bedeutet, dass man zwingend einer Sucht erliegen muss. Es gibt immer einen Ausweg! Heisshunger auf Süsses muss nicht unbedingt auf eine echte Zuckersucht hinweisen, sondern kann auch die Folge von Schwankungen des Blutzuckerspiegels sein — was deutlich einfacher zu beheben wäre als die echte Zuckersucht, nämlich mit Hilfe einer vollwertigen Ernährung und regelmässigen Essenszeiten.

Bei einer vollwertigen Ernährung auf der Basis von naturbelassenen Lebensmitteln und ohne isolierte Kohlenhydrate kann sich der Blutzuckerspiegel normalerweise einwandfrei selbst regulieren.

Mit einem ausgeglichenen Blutzuckerspiegel fühlt man sich ausgeglichen und satt. Bei einer Ernährung, die auf isolierten Kohlenhydraten basiert bzw. Grosse Insulinmengen führen dazu, dass viel zu viel Glucose aus dem Blut in die Zellen befördert wird. Der Blutzuckerspiegel sinkt jetzt zu tief, so dass es innerhalb kurzer Zeit zu einer Unterzuckerung kommt.

Eine Unterzuckerung muss jedoch nicht immer so akut sein, dass sie sich gleich in Form von Herzklopfen, rasendem Puls und Ohnmachtsanfällen zeigt. Sehr viel typischer für eine Unterzuckerung sind Heisshunger-Attacken auf Zuckerhaltiges, aber auch Nervosität, Konzentrationsstörungen, Aggressivität, Gereiztheit und plötzliche Stimmungsschwankungen. Isst man jetzt das Falsche, also z.

Kurzzeitig steigt der Blutzuckerspiegel und ein scheinbares Wohlgefühl tritt ein. Durch den Zucker steigt der Blutzuckerspiegel aber wieder viel zu hoch, so dass erneut zu viel Insulin ausgeschüttet wird. Und schon ist die nächste Unterzuckerphase und mit ihr der nächste Zucker-Fessanfall in Sicht. Essen und ganz besonders süsses Essen wird von nicht wenigen Menschen zur eigenen Beruhigung nach Stresssituationen aller Art und zur Selbstbelohnung eingesetzt.

Oft handelt es sich dabei um Menschen, die bereits als Kind von den Eltern eher Süssigkeiten als Zeit und Liebe erhielten. Und so "verwöhnen" sie sich auch noch im Erwachsenenalter mit Süssigkeiten und erleben nach deren Verzehr ein angenehmes Wohlgefühl und eine Art innerer Ruhe. Hier gilt es also zu lernen, wie man sich Beruhigung und Selbstbelohnung auf einer anderen Ebene verschaffen kann und dass dazu nicht auf Essbares zurückgegriffen werden muss.

Da Betroffene durch das häufige "Belohnen" und "Beruhigen" oft auch unter Blutzuckerspiegelschwankungen, Darmpilzbefall oder inzwischen sogar unter einer Zuckersucht leiden, wäre eine Ernährungsumstellung auch in diesen Fällen ratsam. Darmpilze meist Candida albicans ernähren sich bevorzugt von Zucker.

Normalerweise leben auch in einer gesunden Darmflora Darmpilze, doch werden sie von den nützlichen Darmbakterien in Schach gehalten, so dass sie sich nicht übermässig vermehren und daher keine Probleme bereiten können. Isst jemand jedoch reichlich zuckerhaltige Nahrungsmittel, dann erhalten die Darmpilze so viel Nahrung und Energie, dass sie sich explosionsartig vermehren und die Darmflora vollkommen aus dem Gleichgewicht bringen.

Diese Zuckergier überträgt sich umgehend auf den betreffenden Menschen, so dass nun dieser urplötzlich einen extremen Heisshunger auf Zuckerhaltiges entwickelt und — ohne dass er weiss warum — Unmengen Schokolade oder riesige Spaghettiberge verdrücken "muss". Darmpilze führen jedoch nicht nur zu Heisshunger-Attacken, sondern zeigen sich auch noch in anderen Symptomen, wie z.

Blähungen , Blähbauch und Bauchschmerzen besonders nach dem Verzehr von Zuckerhaltigem. Hier ist eine Ernährungsumstellung gemeinsam mit einer intensiven Darmreinigung sowie einer antimykotischen Therapie sinnvoll.

Wenn Sie nun sicher sind, dass Sie zuckersüchtig sind und wenn Sie den Wunsch verspüren, endlich ein selbstbestimmtes Leben ohne die Droge Zucker zu führen, dann helfen Ihnen die folgenden Massnahmen beim Ausstieg aus der Zuckersucht. Bei der Überwindung der Zuckersucht geht es nun nicht darum, Süsses kategorisch zu meiden. Darüber hinaus trinken Sie täglich etwa 1,5 Liter kohlensäurefreies Wasser. Schon allein diese Massnahme reduziert den Appetit nicht nur auf Süsses beträchtlich.

Die Diktatur der freien Sexualität, , Seite 7. Die Diktatur der freien Sexualität, , Seite 8. In der zweiten Arbeitsphase sah die Situation vollkommen anders aus. Otto Mühl ist seit dem Juni in Haft, seine Anhängerschar ist auf etwa Personen geschrumpft. Die früheren KommunardInnen leben heute überwiegend in wohngemeinschaftsähnlichen Verhältnissen oder in Zweierbeziehungen mit Privateigentum. Ging es mir in der ersten Version. Die Diktatur der freien Sexualität, , Seite 9.

Die Diktatur der freien Sexualität, , Seite Sind wir einerseits durch die schnelle Einordnung irgendeines fanatischen Weltverbesserergrüppchens als 'Sekte' erleichtert, so fallen gerade dadurch die deutlichen Unterschiede unter den jeweiligen Gruppen weniger auf. Wir beschäftigen uns nicht mehr mit den speziellen Eigenschaften der Gruppierung, weil uns die vorschnelle Einordnung als 'Sekte' übergreifende Gemeinsamkeit vortäuscht.

Die 'Sekten' entstammen wie ihre Mitglieder unserer heutigen Gesellschaft. Die Ausgrenzung von 'Sekten' als gesellschaftliche Fremdkörper enthebt uns daher der Möglichkeit, von den individuellen Erfahrungen in 'Sekten' zu lernen.

Wie entstanden die Kommunen bzw. Warum blieben sie jahre-, teilweise jahrzehntelang, häufig trotz persönlicher Zweifel und Krisen? Warum und wie stiegen die KommunardInnen nach langen Jahren der Mitgliedschaft aus?

In späteren Gesprächen im vertrauten Kreis schilderte Mühl auch die weniger vergnüglichen Seiten: Jeder, der eingezogen ist, hat alles verkauft. Was wir gearbeitet haben, war fast Null. Drei Kommunen in Wien bzw. In seinem Namen war der Friedrichshof gekauft worden, offiziell gehörte ihm alles. Da die "gemeinsamen Betriebe" im wesentlichen aus klangvollen Namen bestanden und die gemeinsame Kasse dauernd leer war, war der "Wirtschaftsorganisator" O. Er organisierte in Zeiten der absoluten Not "Eltern-Touren", vor allem zur Weihnachtszeit wurde "geschnorrt und gepumpt, was das Zeug hielt" [S].

Durch die sprachliche Lupe der begeisterten KommunardInnen wurden alle ihre ökonomischen Gehversuche erfolgreiche Eroberungen. Das "gemeinsame Transportunternehmen" war ein alter russischer Lastwagen und zwei bis drei Personen für Kleintransporte und Entrümpelungen. Der "Tischlereibetrieb" bestand aus vier bis sechs Personen und einigen gebraucht gekauften Maschinen, es wurden Ladenregale gebaut, Schaufenster eingerichtet etc.

Die "Mechanikergruppe" reparierte die zehn ausgedienten Autos der Kommune. In den AA-Nachrichten war zu lesen: Jeder überwachte den anderen und zusätzlich sich selbst. Denn die Kommune sah alles. Die Medien wurden erstmals auf die Burgenländer Kommune aufmerksam. Die Kinder wurden von zwei Jugendpflegerinnen untersucht und die Lebensverhältnisse amtlich festgestellt.

Wurde der Einzug triumphal durch die ganze Kommune gefeiert, so war der Auszug ein stilles, unauffälliges Verlassen oder eine heimliche, nächtliche Flucht. Die Gründe für den Auszug wurden nie ernsthaft untersucht.

Anstatt selbstkritisch interne Veränderungen einzuleiten, wurde dem scheidenden. Mühl witterte nervös bei allen Gästen nach "aufsässigen" Naturen mit "Autoritätsproblemen".

Er war der Chef und forderte absolute Unterordnung. Einige Male schienen sich die Schildbürger am Friedrichshof versammelt zu haben. Vor einer dringenden Fahrt nach Wien sollte noch schnell der Reifen gewechselt werden. Der Wagen wurde in die kommuneeigene Werkstatt gefahren. Die Mechanikergruppe wechselte das Rad, der Wagen steht nach einigen Minuten fahrbereit vor der Werkstatt. Man steigt ein, fährt los, als nach einigen hundert Metern der Wagen von rechts überholt wird.

Das gewechselte Hinterrad wackelte gemächlich in den Acker. Die Mechaniker hatten vergessen, die Schrauben wieder anzuziehen. Der Stolz der Transporter. Der Wagen wird bestens behandelt, frühzeitig wird ein Ölwechsel durchgeführt. Danach lief der Laster nicht wie geschmiert, sondern nach wenigen Kilometern gab der Motor für immer seinen Geist auf.

Für alles gab es einen Plan. Fast hundert Wagen waren im Besitz aller Gruppen, eine verantwortungsvolle Aufgabe. Wer auszieht, erhält seinen Besitz abzüglich der Ausbildungskosten des ersten Jahres. Relativ mitgliederschwache Kommunen - z.