Erkenntnistheorie



Sie sind nicht wirklich interessiert, um Inhalte zu entfernen, auch wenn der Makler bereit ist, das Geld an einen Händler zurückzugeben. Diese Unterscheidungen werden aber kaum noch durchgehalten, die Begriffe werden zunehmend äquivalent benutzt. Übersehen wird dabei oft, dass erst Lenin den Begriff der Materie Philosophie als objektive Realität — in der Physik lediglich Synonym für Stoffe - [28] als das Disjunkte zum Bewusstsein zum Beginn des Die Beschreibung der Strategie besagt, dass sie auf der technischen und fundamentalen Analyse basiert, wenn es darum geht, Positionen zu eröffnen.

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Spannend waren für die frühmodernen Naturwissenschaftler die Formulierungen eines potentiell atheistischen Atomismus mitsamt der These, dass die Welt ungeschöpft materiell existierte. Die Leistungen auf dem Gebiet der Geometrie zeugen von einer Faszination an Beweisverfahren, die sich zwar in einem logischen Raum abspielen, offensichtlich jedoch von diesem aus für die sichtbare Welt gelten. Im Rückblick ist den verschiedenen Theoremen gemeinsam, dass sie, selbst wo sie an moderne Teilchenphysik und ihre Modellbildung erinnern, letztlich keiner Empirie im modernen Sinne entspringen.

Praktischen Wert gewannen die theoretischen Erwägungen vor allem über die Mathematik, durch die sie eine stark theoretische Ingenieurwissenschaft inspirierten. Das Nachdenken über mechanische Gesetze, Hebelwirkungen, Kraftübertragung, das bei Archimedes — v. Die beiden Philosophen der Antike, die das erkenntnistheoretische Nachdenken einige Jahrhunderte später nachhaltig prägten, sind Platon und Aristoteles.

Sokrates behauptete zwar, sich letztlich nur seines Nichtwissens gewiss zu sein — seine Dialoge verleiteten die Diskussionspartner indes fortlaufend zum Ausbau von Systemen, in denen sich am Ende die Widersprüche derart eklatant häuften, dass es klüger erschien, von einer ganz anderen Welt auszugehen: Im Alltag ginge man mit sinnlicher Erfahrung um.

Unter dem Einfluss modernen Empirismus ist die Logik des platonischen Nachdenkens nicht immer sofort plausibel. Die gegenteilige Option behauptet Plausibilität: Die Menschen gewinnen ihr zufolge ihre Vorstellungen von den Dingen aus der Anschauung und der Erfahrung. Platon zweifelt hieran im Blick auf dieses Wesentliche und seine eigene Plausibilität: Man bildet die Idee davon, was ein Mensch ist, nicht wirklich in einer Mischung aus den Menschen, die man sah. Aspekte einer Idee zeigen sich im menschlichen Denken, sobald eingehender argumentiert wird.

Ein Mensch bleibt ein Mensch, wenn er im Koma liegt — Vernunft muss er mithin nicht aufweisen; sein Körper kann durch einen genetischen Defekt beliebig deformiert sein — man geht effektiv davon aus, dass Menschen schlicht von Menschen gezeugt und geboren werden müssen, zeigt sich jedoch auch hier zunehmend flexibel.

Darauf verweist Platon in seinen Dialogen: Menschen verteidigen Konzepte am Ende stets eher mit logischen Argumenten als der Erfahrung, mit Argumenten, die gegenüber der Erfahrung Stabilität gewinnen. Bleibt die Frage, woher die grundlegenden Konzepte bezogen werden, mit denen man über das Wesentliche nachdenkt. Platons Dialoge legen nahe, dass hier eine zwischen den Menschen bestehende Vernunft es ermöglicht, vernünftige von irrigen Ideen zu trennen.

Seine Dialoge führten gleichzeitig in einen Dualismus zwischen einer Welt der Ideen und der faktisch bestehenden Welt, in dem diese hinter den Idealen zurückbleibt, nur eine zufällige und sich dauernd verändernde Realität anbietet, der mit der Sprache gerade deshalb so sicher begegnet wird, da die Sprache und die eigenen Erwägungen eher zum Bereich der Konzepte und Ideen gehören. Während Platon immensen Einfluss auf die Ideenwelt der Spätantike und des Christentums ausübte, sollte Aristoteles weitaus stärker den Wissenschaftsbetrieb in seiner Organisationsform beeinflussen.

Das wird bereits deutlich, wenn man auf die Art textlichen Niederschlags der Überlegungen sieht. Platon bietet Dialoge, Streitgespräche, in denen Beispiele diskutiert werden. Mit Physik und Metaphysik legte Aristoteles eine grundlegende wissenschaftliche Differenzierung vor, die Platonisches Nachdenken über Ideen und Erscheinungen der Welt einer rationalen Ordnung unterwarfen.

Bestimmend blieb für Aristoteles die Frage nach der Begründung der Idealformen. Seine Schriften liefern Differenzierungen, Definitionen und sie stützende Argumentationen.

Die Frage nach der Vollkommenheit ist ein Ordnungsprinzip — die menschlichen Ideen formulieren, so die Prämisse, implizit Gedanken vom perfekten Gegenstand seiner Art. Die wissenschaftlich argumentierende Untersuchung muss erklären können, warum Perfektion jeweils so zu definieren ist. In dieser Form erwägt Aristoteles ebenso, warum die Kugel die perfekte Form ist, und welche Eigenschaften eine perfekte Tragödie haben muss.

Regeln der Produktion entspringen den Darlegungen. Man kann von Aristoteles Linien in die Enzyklopädistik des Mittelalters ziehen wie in die modernen Naturwissenschaften, die mit eigenen Modellannahmen von Atomen und Molekülen Versuchsergebnisse interpretieren. Das moderne Westeuropa verdankt die im Mittelalter einsetzende Aristotelesrezeption dabei dem Kulturkontakt mit Arabien. Islamische Gelehrsamkeit schulte sich ab dem 9. Jahrhundert an den aristotelischen Schriften. Der wesentlich ältere Zoroastrismus entwickelte hier Einfluss.

Philosophisch war hier das Angebot attraktiv, Monotheismus mit einem grundlegenden dualistischen Weltbild zu verbinden. Was auch immer beobachtbar war, war im einheitlichen Interpretationsangebot als Kampf zwischen Gut und Böse zu deuten, als Prozess, in dem sich das Urfeuer von der Finsternis schied, das Geistliche über die Körperwelt siegte, Erkenntnis, gnosis, herstellte — in der Trennung des Geistes von der Materie, wenn man es philosophisch sehen wollte.

Mit dem Beginn des Kosmos waren die Gegenpole in Vermengung geraten. In jedem Weltenlauf musste sich die Erkenntnis wieder Bahn brechen, der Geist wieder zusammenfinden. In jedem einzelnen beobachtbaren Prozess wirkten die nämlichen Kräfte, so das Angebot, das allen Naturvorgängen ein zentrales Prinzip gab.

Jahrhundert im Mittelmeerraum als neue Religion ausbreitete, bevor das Christentum ihn verdrängte. Man konnte auf öffentlichen Diskussionsveranstaltungen am Ende zwischen griechischem Neuplatonismus , aktuellem Manichäismus, diversen Strömungen der Gnostik und dem Christentum argumentieren. Das Christentum hatte sich zwar in einer Abspaltung vom Judentum entwickelt, jedoch im Missionsprozess bereits dessen Anspruch, die Religion eines einzelnen auserwählten Volkes zu sein, umgewandelt in einen universellen Anspruch: Die Erkenntnis Gottes war mit dem Christentum allen Menschen versprochen; der letzte Prozess der Welterklärung hatte soeben begonnen.

Mit Jesus war der Messias, der das Ende des Weltenlaufs ankündigte, soeben aufgetreten. Mit der Ausbreitung in den Raum der griechischen Stadtstaaten nahm die neue Religion die aktuellen philosophischen Kontroversen auf. Deutlich wird das mit dem Beginn des Johannesevangeliums , das zu Beginn des 2. Jahrhunderts — wohl in Ephesus — auf Griechisch abgefasst wurde und schon in der Eröffnung den Brückenschlag in das Alte Testament zu Gottes Schöpfungsakt wie in die aktuelle philosophische Debatte bot.

Sie hatte das Potential, die Philosophien der Antike mit der gnostischen Geschichts- und Weltsicht zu vereinen. Gelang dies, dann sollte sich jenseits der weltlichen Staaten mit dem Christentum ein neues spirituelles Gemeinwesen vorbereiten, Augustinus schrieb darüber in De civitate Dei — Das Christentum nahm in diesem intellektuellen Siegeszug zwar Gedanken des gesamten Spektrums aktueller Debatten auf.

Es entwickelte dabei jedoch gleichzeitig eine Organisationsstruktur, in der Rom und der Papst das Zentrum bildeten, und von deren Konzilen und kontrovers geführten Kanondebatten zunehmend Macht ausging, konkurrierende Strömungen an den Rand zu drängen.

Für die Spätantike ist dieser Verdrängungswettbewerb so bezeichnend wie die Ausdünnung der antiken Wissensbestände. Die antike Bibliothekslandschaft verlor an Bedeutung, Bücher der Antike wurden nicht länger durch neue Abschriften aktualisiert. Klöster übernahmen die Koordination des intellektuellen Austauschs bei Konzentration auf die Schriften des Christentums; exemplarische Büchervernichtungen schufen am Ende Distanz vom antiken Bildungsgut und führten zu dem Ergebnis, das heute in der Wissenschaft als Bücherverluste in der Spätantike diskutiert wird.

Jahrhundert entfaltete das Christentum seinen eigenen Pluralismus in einer Geschichte der Schismen und Ketzerbewegungen , der mit Konzilen , Debatten zum Bibelkanon und Dogmatisierungen gegengesteuert wurde.

Zwischen den divergierenden Strömungen war von nun an systemimmanent zu verhandeln. Sie drohten mit der Spaltung des Christentums. Die Auslegung einzelner Bibelpassagen musste zentrale Vermittlungsangebote formulieren. Das neue Argumentationsgeflecht sollte bis in das Jahrhundert fortbestehen — die reformatorischen Bewegungen der Neuzeit entwickelten sich aus ihm heraus.

Der islamische und der christliche Kulturraum entwickelten mit dem Ende der Antike ähnliche Organisationsstrukturen, um gleichgelagerte grundlegende Probleme zu lösen: Beide Räume verteidigen eine einheitliche monotheistische Ausrichtung, bei der sie die Schriften des Judentums integrieren.

Beide Räume etablieren Religion über Staatsgrenzen hinweg als universell gültig; das setzt Organisationsformen voraus, die in einzelnen Staaten ähnlich geordnete Strukturen entwickeln sowie Wege des internationalen Informationsaustauschs, die es erlauben, Standards über Grenzen hinweg zu behaupten.

Die Antike unterlag am Ende neuen, flexiblen, ganz anders flächendeckenden Machtstrukturen. Das Netz an Klöstern, die Standardisierung von Ausbildungen an Klosterschulen, der Austausch von Mönchen zwischen den Klöstern, der Aufbau von Universitäten, der internationale Reiseverkehr von Studenten — all dies wurde dabei Teil einer Organisationsform, die in der Antike keinen Vorgänger hat.

Herrschaft wurde im neuen Kulturraum neu definiert. Sie ging in ihm nicht mehr von Stadtstaaten aus, sondern von Regenten, die Territorien mit Hilfe ebenso überregional genutzter Machtstrukturen einigten. Das neue System ist die flächendeckende Herrschaft, die Privilegien verteilt, über Stadtgründungen Machtzentren schafft, sich der Religion unterordnet, Universitäten gründet und für die neue universelle Gelehrsamkeit die Infrastruktur zur Verfügung stellt.

Einheitlichkeit war und ist im neuen System vor allem eine spannende Fiktion. Nach ihr wird in theologisch-philosophischen Seminaren mit einer Anstrengung gesucht, die einen wachsenden Pluralismus der Optionen hervorbringt. Das Gebiet der Erkenntnistheorie stärkte dabei, in seiner Verfassung als allein von Vernunft bestimmtes Forschungsfeld, die Hoffnung auf eine übergreifende Verständigung über Wahrheit. Das Mittelalter wurde in Nordeuropa wie im arabischen Raum die hohe Zeit der Integration antiker Philosophie in das neuzeitliche, Geschlossenheit, Universalität anvisierende Denken.

Aristoteles wurde kommentiert und zum Kern der philosophischen Auseinandersetzung. Das Gegenteil wird aus Sicht der unter diesem Begriff zusammengefassten Zeit zu sagen sein: Eine eigene Ästhetik durchdrang die Philosophie des Mittelalters: Die Philosophie der Neuzeit übernahm hier letztlich zentrale Zielvorgaben des Nachdenkens: Die entscheidenden Erwägungen, wie mit geschlossenen Weltsystemen in neuer Radikalität zu denken ist, bahnten sich mit spätmittelalterlicher Philosophie an.

Ockhams Rasiermesser ist eines dieser Prinzipien, Vorläufer der positivistischen Denkbewegung. Das Universalienproblem mit seinen Grundpositionen von Realismus , Konzeptualismus und Nominalismus lässt sich von der Scholastik bis in die Gegenwart verlängern. Die Positionsaufteilung, die für die Moderne bestimmend wurde, hat ihre Wurzeln am Ende in der Epoche, von der im Jahrhundert die dezidierte Distanzierung stattfand. Der Buchdruck, der sich in den er und er Jahren in Europa ausbreitete, sorgte in den Wissenschaften für einen umfassenden Traditionsbruch.

Mittelalterliche Handschriften der klassischen Autoritäten wurden in den Druck gebracht. Die Perspektive auf ihre Werke veränderte sich mit den textkritischen Ausgaben, an denen nun gearbeitet werden konnte.

Jede einzelne dieser Ausgaben erreichte als identisch vervielfältigter Text die Kritik in allen europäischen Wissenschaftsstandorten. Wissenschaftliche Journale setzten sich ab dem Jahrhundert als neue Diskussionsplattform durch, und waren ihrerseits grenzüberschreitend lesbar.

Die Konstruktion getreuer Ausgaben des aus der Antike überlieferten Wissens wurde das erste Programm. Die Neuauflagen arbeiteten an der Objektivierung der textlichen Überlieferung und der Annäherung an die verlorenen Originaltexte und schufen historische Distanz. Die Suche nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft wurde im Lauf des Jahrhunderts das Projekt der wissenschaftlichen Debatte. Ihr trug die wissenschaftliche Fachzeitschrift als aktuelles und die Literaturgeschichte als auf die Vergangenheit gerichtetes Medium Rechnung das Wort Literatur stand noch für die Wissenschaften, nicht für Poesie und Fiktionen.

Auf dem neuen wissenschaftlichen Markt gelang es der Erkenntnistheorie,. Was hier erreicht wurde, ist im Rückblick beträchtlich: Jahrhundert umstrukturiert vom System, in dem es Theologie, Jurisprudenz, Medizin und Philosophie gab, zum neuen System, in dem Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften und Ingenieurwissenschaften nebeneinander bestanden, Felder zwischen denen die Theologie verschwand, und die allesamt eigene erkenntnistheoretische Grundlagen erhielten.

Man darf den Wandel im Rückblick auf der anderen Seite nicht mit einem Wandel der individuellen Erfahrung gleichsetzen. Zwar wurde mit dem Jahrhundert das kopernikanische Weltbild diskutierbar.

Die Erde wird in ihm ein einzelner Planet, der um die Sonne kreist in einem Kosmos, in dem es womöglich zahllose solcher Welten gibt. Doch blieben die Lehrbücher dem alten ptolemäischen Weltbild auch nach der Entdeckung noch treu. Das neue Modell kam als Zusatzoption ins Angebot; es lieferte Vorteile in der Berechnung von Ereignissen, den Horizont änderte es kaum.

Die um vermutete epochale Wende ergibt sich vor allem in der von heute aus betriebenen rückblickenden Suche nach ersten Belegen der Diskussionen; sie deckt sich nicht mit dem, was man bei einem Besuch von Universitäten noch um erlebt hätte.

In den Vorlesungssälen der europäischen Universitäten gaben bis weit in das Jahrhundert hinein theologische Debatten die erkenntnistheoretischen Fragen vor.

Die Kirchenhistorie wurde ab der Ort dieser Debatte. Gottfried Arnolds veröffentlichte Unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie wurde darin Meilenstein mit einer Entdeckungsreise hinab bis in die ketzerischen Positionen der Spätantike, die nun aktuelle Erkenntnistheorie inspirierten. Sie alle fanden unter Vorzeichen der konfessionellen Debatte statt, auch wenn sie zentral die Frage betrafen, wie Staaten in Zukunft das Zusammenleben ihrer Bürger organisierten. Die meisten heutigen historischen Darstellungen der erkenntnistheoretischen Rückblicke in die Zeit zwischen und pflegen das komplexe Debattenfeld zu lichten und Geschichten zu schreiben, in denen sich das moderne naturwissenschaftliche Denken in einem Siegeszug der Aufklärung durchsetzte.

Tatsächlich konnte man an den Universitäten des Jahrhunderts keine naturwissenschaftlichen Fächer belegen. Einzelne Forschergesellschaften, zumeist Liebhaberkreise, trugen die Experimentalphysik, die Astronomie und die Mathematik bis in das Die Lebensbedingungen veränderten sich durch die Naturwissenschaft erst in den letzten Jahrzehnten des Der Bruch mit der Scholastik setzte im Jahrhundert mit dem Rationalismus ein, einer Strömung, die den scholastischen Streit in seinen Argumentationsstrukturen aufnahm und gerade damit überwinden konnte.

Der bedeutendste Philosoph des späten Theologen, Mathematiker und Naturwissenschaftler mussten sehen, wie sie sich seinen Behauptungen stellten, nachdem er auf brisante Art Materialismus, Überlegungen über Geist und Bewusstsein und einen Beweis Gottes von philosophisch-theologischer Tragweite zusammenführte.

Unter den prominenten Gegenpositionen entwickelte sich in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts in England der Empirismus heraus. Fast noch wichtiger wurde der Eklektizismus , der Ende des Jahrhunderts als Antwort auf die strengen Optionen Mode wurde: Mit dem Beginn des Jahrhunderts wurde Eklektizismus Mode der eleganten, galanten Kreise, die sich der Philosophie als Teilgebiet der belles lettres zuwandten und selbst nicht publizierten, genauso wie der Universitätsdozenten, die eine eindeutige Anbindung an ein System scheuten, jedoch eben die Systeme zur Kenntnis nahmen und sie als verschiedene Denkmöglichkeiten ihren Studenten vorstellten.

Mit dem Eklektizismus etablierte sich am Ende eine eigene Form des Pragmatismus. Macht über die Scholastik gewann der Rationalismus vor allem als eine Philosophie, die Argumentationsformen der theologischen Debatte aufnahm. Wie die Scholastiker drangen die Rationalisten auf ein Philosophieren in logischen Schlüssen, das idealen Definitionen Schlagkraft einräumt.

Der Mensch war mit einer Maschine vergleichbar. Die Beweisführungen, die Descartes für die mit Mathematik , Geometrie und moderner Physik übereinkommende Philosophie aufbot, argumentierten vom strengsten Zweifel her.

Diesem widerstand nur ein Faktum: Dass man im Moment des Zweifels noch denkt und demnach existiert: Vollkommenheit lässt Nichtexistenz nicht zu, sie lässt auch keinen Gott zu, der einen in einem Traum verbleiben lässt. Die Welt, die man wahrnimmt, verhält sich wie eine materielle Welt. Nahm man Gott als bewiesen ins Spiel, garantierte er ihre Existenz als genau die materielle Welt, die wahrgenommen wird.

Aus der Sicht moderner empirischer Naturwissenschaft ist es erkenntnistheoretisch kaum plausibel darzulegen, wie aus einer Definition Gottes seine Existenz folgen solle und von ihr aus die der materiellen Welt. Descartes konnte auf der anderen Seite davon ausgehen, dass seine Beweise die theologische Debatte in eine missliche Lage brachten: Das Bekenntnis zu einem betrügerischen und unvollkommenen Gott stand den Konfessionen gegenüber seiner Philosophie nicht zur Wahl.

Mit Thomas Hobbes dagegen taten sich die Kirchenvertreter aller Konfessionen leicht: Seinem Leviathan von , einer Staatstheorie, die mit Seitenblicken auf den englischen Bürgerkrieg den Nachweis führte, dass sich alle Religion im gut organisierten Gemeinwesen der Krone unterordnen müsse, setzte Hobbes ein langes Kapitel Erkenntnistheorie in Auseinandersetzung mit Descartes voran.

Er war bereit, Descartes zu folgen und den Menschen materialistisch zu erklären. Wie der Mensch handelte, egoistisch, das erkläre sich von hier aus — nicht gut noch schlecht, schlicht wie Materie, die ihre Existenz verteidigt, sobald sie begreift, dass sie sie verlieren kann.

War die Erbsünde nicht mehr nötig, um das Handeln des Menschen zu erklären, konnte der Kirche die Aufgabe zugeschrieben werden, diesen Menschen notdürftig in Angst und Schrecken zu halten. Wenn sie eine andere Funktion suchte, bereitete sie dem Gemeinwesen Probleme, das zusehen muss, die Einzelinteressen in Schach zu halten.

Hobbes war für alle Parteien inakzeptabel, doch gerade darum einflussreich. Wollte man ein anderes Menschenbild vertreten, musste man mit Hobbes und der Kirche brechen, die von einer nicht minder rohen menschlichen Grundnatur und einem verderblichen Materialismus ausging. Wollte man der Kirche eine andere Position im Staat zugestehen, musste man es offen tun. Hobbes legte Argumente vor, von denen man sich nur sicher entfernen konnte, wenn man Grundannahmen in Frage stellen wollte, auf denen Staat und Religion gerade aufbauten.

Deutlich wird die missliche Lage, die hier für Vertreter der Religion konstelliert wird, bei Shaftesbury , der die Gegenthese zu Hobbes am Ende wagte und postulierte, dass die bestehende Welt die beste aller möglichen sei, da Gott nur eine solche Welt schaffen konnte. Hobbes und die Kirchen hätten, so Shaftesbury, ein falsches Bild von der Natur des Menschen gezeichnet: Der Mensch strebe nach Harmonie mit der gesamten Schöpfung. Gerade das müsse man mit Erkenntnistheorie erklären: Es könne nur der Effekt der gesamten staatlichen und kirchlichen Erziehung sein, die den Menschen mit Belohnungen und Strafen bändigte, um hier Macht zu gewinnen.

Die gute Natur werde durch die gegenwärtige Form der Machtausübung verdorben. Die Erwägungen waren erneut rationalistisch. Sie gingen von Prämissen aus, und schlossen von ihnen auf die Realität. Sie vertraten ihre Konfessionen als gültige nach der offenbarten Religion und zogen daraus politische Ansprüche in den Staaten Europas. Die Folge war für das Jahrhundert eine immense Durchdringung der philosophischen Debatte mit Zielvorgaben theologischer Diskussionen — und eine Diskussion, in der staatliche Organe zunehmend sich der philosophischen Argumentationen bedienten, um Konfessionen zu integrieren.

Die Frage der Freiheit des Willens durchdrang, als erkenntnistheoretisch nicht zu entscheidende, die Debattenlandschaft mit der Option, dass auf ihrem Gebiet massivste konfessionelle Politik betrieben wurde.

Die reformierte Religion stand unter den drei Konfessionen allein als Vertreterin eines radikalen Determinismus: Gott hatte die gesamte Schöpfung seinem Plan unterworfen, und alles vorbestimmt, was man tut. Wenn man sich von der rationalistischen Debatte nicht distanzierte, drohte man insbesondere hier einer versteckt theologisch brisanten Debatte die Tür zu öffnen.

Die Welt der Naturgesetze war am Ende mit einiger Wahrscheinlichkeit eher deterministisch versteckt reformiert als lutherisch oder katholisch. Die Extrempositionen der rationalistischen Erkenntnistheorie vertraten Baruch de Spinoza und Gottfried Wilhelm Leibniz — Spinoza mit einem Denken, das in logischen Schlüssen den Dualismus in Frage stellte, den die Transzendenz voraussetzte: Wenn man von zwei getrennten Substanzen Gott und Natur , Körper und Geist ausginge, müsse man postulieren, dass sie keine Eigenschaft teilten, da sie sonst partiell identisch und damit nicht getrennt seien.

Eine Substanz, die bestehe, müsse im selben Moment für sich selbst bestehen können. Benötigte sie eine andere Substanz, um zu existieren, verletzte sie ihre Definition als isolierbare Substanz.

Eine Substanz könne im selben Moment nicht mehr eine andersgeartete hervorbringen, die hervorgebrachte wäre nicht mehr unabhängig.

Die bestehende Substanz müsse mithin ungeschaffen existieren. Zwei verschiedene Substanzen Gott und Natur, eine schöpfende und eine von dieser geschaffene, könnten nach diesen Prämissen nicht bestehen. Einige Interpreten sehen in dieser Alternative, die sich gerade aus der Definition Gottes ergibt, eine atheistische Tendenz.

Für andere Interpreten liegt in der Identifikation von Natur und eigentlichem Gottwesen eine pantheistische Position. Leibniz besuchte Spinoza und argumentierte in intensiver Auseinandersetzung mit Spinozas Monismus der Theorie der Einheit der gesamten Materie. In seinen eigenen philosophischen Annahmen ging er von einem aus dem Nichts von Gott geschaffenen Kosmos aus.

Die gesamte Materie bestehe aus Teilchen dieser letztlich geistigen Komponente ihrer Existenz. Die Welt müsse, als gesamte betrachtet, nach der bisherigen Schlussfolgerung die beste aller möglichen Welten sein. Aus der Tatsache, dass der Planet Erde Mängel aufweise, könne im selben Moment jedoch geschlossen werden, dass es im Kosmos unzählige andere bewohnte und weit glücklichere Planeten gebe, mit denen der kosmische Gesamtplan sich erfülle und in dem die Erde mit ihren objektiven Mängeln ihren sinnvollen Platz zum besten des Gesamts einnehme.

Siehe eingehender den Artikel Theodizee. Sie gehörte niemandem, war an kein Individuum gebunden, war in der Logik und der Mathematik gegeben, den beiden Wissenschaften, die es den Menschen allein erlauben konnten, zu erahnen, wie der Kosmos aufgebaut sein müsse. Aus Sicht der Empiristen wagten sich die Rationalisten weit in Bereiche vor, über die durchaus kein Wissen erlangt werden konnte.

Argumentierte man gegenüber den Rationalisten streng, konnte man fordern, bei den Sinnesdaten zu bleiben und bestimmte Schlüsse nicht zu wagen. So massiv die Empiristen die Rationalisten auch kritisierten, so nahe standen sie ihnen auf der anderen Seite, wo es um die Naturwissenschaften und den Umgang mit Autoritäten ging. Descartes und Leibniz waren Wissenschaftler der neuen Zeit, sie waren physikalischen Experimenten aufgeschlossene Mitglieder renommierter wissenschaftlicher Akademien, wie sie im Mittelalter keine Pendants hatten.

Die wesentlichen Schritte in den Empirismus — in die Philosophie, die sich streng zur Rückführung aller Erkenntnisse auf Sinneswahrnehmungen bekannte — geschahen in England. Das hat zum nur geringeren Teil mit der Arbeit der Royal Society zu tun, die Europas führende Institution naturwissenschaftlicher Forschung wurde. Hier wurde vergleichbar interessante Arbeit von experimentierenden Zirkeln in ganz Europa unternommen. Gravierendere Gründe dürften im spezifischen politischen Interessenfeld liegen, das sich für die Philosophen des Empirismus in England herstellte.

Schon Hobbes hatte die erkenntnistheoretische Debatte mit einem politischen Angebot unterbreitet. Locke und Shaftesbury schrieben Erkenntnis-, Gesellschafts-, Moral- und Staatstheorie in unterschiedlichen Argumentationsstrukturen, systematischer der eine, mehr auf die Ästhetik des Arguments bedacht, der andere.

Locke und Shaftesbury schrieben im Geflecht der Parteiinteressen, das sich herausbildete: Beide, Locke und Shaftesbury, produzierten mit dem Empirismus und ihren Gesellschafts- und Moraltheorien Erkenntnistheorie im Interesse der Whigs , die, mit einer Unterbrechung von bis , bis in das späte Jahrhundert die Macht behalten sollten.

Hatte Hobbes die Unterordnung aller Gruppen unter die Krone gefordert, so forderten die Vertreter des Empirismus nach Locke einen Staat, der dem Monarchen Macht zugestand, so lange er sie im Interessen der Bürger nutzte, einen Staat, der in England über eine Staatskirche verfügen mochte, der gleichzeitig aber die wichtigste Klientel der Whigs, den religiösen Dissent, tolerierte. Die politisch intrikaten Forderungen setzten Theorien voraus, die nicht von einer der religiösen Gruppen ausgingen.

Die neuen gesellschaftspolitischen Traktate und Essays wurden erkenntnistheoretisch empiristisch untermauert im Blick auf eine Sicht, die den individuellen Leser in den Medien überzeugte — das Erkenntnisvermögen der Rezensenten war mit den neuen Argumentationslinien unabhängig von aller Religion angesprochen.

Locke wurde zwar unverzüglich auf dem Kontinent rezipiert, fand jedoch hier bezeichnend wenig Interesse als unabhängiger Erkenntnistheoretiker. Locke wurde der Philosoph der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Die langsame Rezeption des Empirismus auf dem Kontinent scheint am deutlichsten damit zu tun zu haben, dass kontinentale Philosophen bis in die Zeit Jean-Jacques Rousseaus noch darauf bauten, bei weitem mehr zu erreichen, wenn sie einzelne Regenten überzeugten. Eine Erkenntnistheorie, die sich vor allem Parteien in der überkonfessionellen Kontroverse anbot, blieb hier bis ins Jahrhundert von geringem Interesse.

Das Projekt, zu dem John Locke mit dem Essay concerning Humane Understanding ansetzte, war an zwei Stellen brisant, der Autor notierte sie beide auf den ersten Seiten: Wenn er behauptete, alles, was Menschen wüssten, wüssten sie durch Sinneswahrnehmungen, dann zog er bereits an dieser Stelle den Verdacht des Atheismus auf sich, da nun erst einmal erklärt sein wollte, wie Gott den Menschen dann Gegenstand des Bewusstseins werden sollte.

Locke riskierte mit seinem Beharren auf Sinneswahrnehmungen als Wissensquelle zudem ein Paradox: Nichts war angeboren, sonst müssten Menschen auf dem Gebiet der angeborenen Ideen weltweit Vorstellungen — von Gott, der Materie, Gut und Böse — teilen. Menschen sehen Dinge, erhalten von ihnen Ideen, setzen ihre Ideen zusammen, abstrahieren von ihnen, verfügen über sie in der Erinnerung, entwickeln Vorstellungen von Kausalität Wachs schmilzt bei Hitze, Momente wie dieses machen Kausalität erfahrbar.

Wenn Menschen eine Wahrnehmung wiederholen, zählen sie bereits, wenn sie zählen, folgte die gesamte Mathematik daraus. Wenn Menschen etwas Neues erfinden, setzen sie Bilder zu diesem Neuen zusammen und begeben sich dann an die Konstruktion.

Das Bewusstsein müsse ewig und ungeschöpft existieren, da es die Materie nicht benötige. Man müsse es im selben Moment dahingestellt sein lassen, was aus einer Definition Gottes folge. Die Idee seiner Existenz hätten Menschen indes, bevor sie aus seiner Definition Schlüsse zögen, mit den Dingen und ihrem Nachdenken bereits erlangt. Locke bot ein Buch, das kaum zu Beweisen durchdrang. Er lieferte eher ein Plädoyer, nach dem denkbar sein musste, dass durchaus alles, was den Menschen beschäftigte, genauso gut über Sinneswahrnehmung und den Umgang mit ihr in das menschliche Bewusstsein gelangte.

Die Gliederung seines Buches frappiert, aus heutiger Sicht, mit ihren Problemverlagerungen: Im dritten Argumentationsschritt wendet er sich der Sprache als dem Medium zu, in dem Menschen Erkenntnisse formulieren. Jahrhundert vollführte, ist hier auf das Problem der Sprache verwiesen, in der die Formulierung von Erkenntnis abläuft — und die wiederum auf Erkenntnis erhebliche Rückwirkung habe. Locke rief dazu auf, das menschliche Bewusstsein zu untersuchen und zu verstehen, mit welchen Konzepten es umging — dabei müsse man den Wahrnehmungsapparat, genauso wie die von Denktraditionen behaftete Sprache untersuchen, um zu verstehen, warum Menschen verschiedener Kulturen die Welt in manchen Aspekten ähnlich, in anderen sehr unterschiedlich wahrnähmen.

All dies ist bei Locke weit vor dem Aufkommen der Wahrnehmungspsychologie und der Kulturanthropologie formuliert. Locke inspirierte die Kunst. Laurence Sternes Tristram Shandy — sollte das Essay concerning Humane Understanding mit subtilem Humor als eines der wichtigsten Bücher der Weltliteratur feiern, da hier erstmals erwogen war, wie Menschen denken: Der Naturwissenschaft war nun ein neues Projekt vorgegeben: Ein neues Fach der Wissenschaftstheorie war vonnöten, um der fortwährenden Verunreinigung wissenschaftlicher Erkenntnisse durch sich etablierende Konzepte zu begegnen.

Den weit konsequenteren Versuch, auf den Prämissen, die Locke setzte, aufzubauen und die Erkenntnis kritisch zu befragen, bot David Hume mit seinen moralischen und erkenntnistheoretischen Untersuchungen. Wo Locke erklärte, dass das Wahrgenommene einen befähigte, Kausalität anzunehmen, ging Hume einen Schritt weiter: Man sah allenfalls, dass auf ein Ereignis A. Dass dabei Kausalität im Spiel war, sah man nicht. Man müsste streng genommen konstatieren, dass hier eine Abfolge von Ereignissen beobachtet wurde.

Ginge man hier wissenschaftskritisch einen Schritt weiter, so hatte das Konsequenzen für das gesamte Formulieren von Naturgesetzen: Man möge, so Hume, allenfalls gesehen haben, dass bislang immer nach A.

Er stellte die Frage, was aber zur Annahme berechtige, dass das auch in Zukunft so sein sollte. Die Theorie eines geordneten Universums war ein zirkulärer Schluss aus gemachten Wahrnehmungen. Es war ansonsten mindestens so möglich, dass das Universum chaotisch war, die Menschen sozusagen nur eine Glückssträhne wiederkehrender Ereignisse observiert hatten. Dem widerspreche auch nicht, dass Tiere mit ihrem Instinkt auf gewisse Regularitäten eingerichtet seien.

Auch die Identität von Dingen und Personen musste nach Hume neu bedacht werden. Die Vernunft rate den Menschen wohl zu bestimmten Handlungen im Blick auf bestimmte Ziele, doch wenn man andere Ziele setze, rate sie im selben Moment zu anderen Handlungen.

Das Projekt der Erkenntnistheorie endete auf empiristischem Boden nicht mit neuen Sicherheiten, sondern eher mit Unsicherheiten und einem reichlich pragmatischen Umgang mit ihnen. Logik war nicht die letzte Prämisse des Umgangs mit der Realität. Hume stellt die Frage, ob man davon ausginge, dass Menschen mit freien Willensentscheidungen handelten und wieso dann Strafen für bestimmte Formen von Fehlverhalten angekündigt würden.

Menschen handelten allenfalls versuchsweise im Blick auf gewünschte Entwicklungen. Die Prämissen, nach denen gehandelt wird, waren weitgehend ungedeckt. Das Projekt einer strengen Erkenntnistheorie taugte, sobald man es gründlich betrieb, am ehesten, um die Unbeweisbarkeit der Grundannahmen zu beweisen. Der Idealismus kann sowohl als Gegenposition zum Empirismus wie als dessen Fortführung verstanden werden.

Die Idealisten wenden dagegen ein: Man benötigt zu diesem Schluss aber Ideen und diese gehören wiederum zum Subjekt, das die Wahrnehmung auswertet. Der Schritt in den Idealismus geschah auf dem Boden der englischen Debatte aus einer isolierten theologischen Position heraus. Es war in jedem Fall einfacher, die Optionen des Dreiecks zuerst zu denken, um dann dergleichen in der Wahrnehmung wiederzufinden. Er wollte wissen, ob je mehr als das Bild im Bewusstsein sei.

Berkeley ging den Schritt weiter auf das erkennende Subjekt zu und folgte dabei Descartes. Man könnte behaupten, sie lohne sich, da man beliebig jemanden in das Zimmer schicken kann, etwas von diesem Tisch zu holen — man will doch nicht behaupten, dass der Tisch dann völlig neu zu existieren beginne. Streng genommen, so Berkeley, galt damit dennoch nur wieder, dass der Tisch jemanden nur dann und nur so weit beschäftigte, wie irgendjemand ihn wahrnahm.

Man erfährt über sie nichts. In short, if there were external bodies, it is impossible we should ever come to know it; and if there were not, we might have the very same reasons to think there were that we have now. Es musste auf den ersten Blick unklar erscheinen, wozu eine so radikale Position gut sein sollte. Berkeley richtete sie explizit nicht gegen die alltäglichen Vorstellungen, sondern nur gegen die philosophischen Erwägungen über Materie und den dreidimensionalen Raum:.

Er fragte auch, ob damit behauptet sein sollte, dass von den Dingen keine Wirkungen mehr ausgingen. Es könne doch gar nicht alles aus Ideen bestehen, wenn man etwa die Idee des Feuers vom wirklichen unterscheide, das Verbrennungen verursacht.

Konsequenzen barg Berkeleys Nachdenken auf religiösem Gebiet. Die Idee Gottes blieb dagegen an alle Wahrnehmungen und alle Ideen gebunden, nicht an irgendeine bestimmte Wahrnehmung. All dies war konsequent und unwiderleglich gedacht, doch für die Zeitgenossen vor allem ein Affront gegen den common sense den gesunden Menschenverstand , der demgegenüber zur rettenden philosophischen Prämisse erhoben werden konnte. Immanuel Kant gelangte anknüpfend an David Hume in die erkenntnistheoretische Debatte.

Er teilte mit Berkeley die Blickwendung auf das erkennende Subjekt und auf mehrere Ausgangspositionen — etwa die, dass der Raum selbst nicht Gegenstand der visuellen Wahrnehmung ist, erst im menschlichen Bewusstsein seine Gestalt als gedachter unendlicher dreidimensionaler Raum erhält.

Dinge an sich , Dinge so wie sie für sich selbst sind, auch wenn sie gerade keiner wahrnimmt, mit all den Qualitäten, die noch niemand an ihnen wahrnahm, nehmen Menschen nie wahr.

Um sie muss sich die Metaphysik als Transzendentalphilosophie kümmern. Anders als Berkeley konstatierte er jedoch eine Notwendigkeit, über den Solipsismus hinauszugehen: Die Empiristen bestanden in der Terminologie, die Kant einführte, darauf, dass es nur zweierlei Urteile gebe: Synthetische Urteile a posteriori — Urteile, bei denen man auf Sinneswahrnehmung zurückgreift, die einen gegebenen Begriff erweitert z.

Daneben mochte man im Empirismus analytische Urteile zugestehen, also solche, bei denen die Prädikate bereits im Begriff enthalten sind z. Die Frage einer wissenschaftlich betriebenen Metaphysik lautete unter dieser Vorgabe, ob es auch Synthetische Urteile a priori gebe. Man könne sich nicht denken, wie Wahrnehmungsprozesse ohne Raum, Zeit und Kausalität ablaufen sollten.

Menschen bestimmen als derart bedingte Subjekte ihre Wahrnehmungen a priori. Raum und Zeit sind dabei die inneren Anschauungen, die Kausalität und andere Kategorien sind die Begriffe a priori des Verstandes, die Ideen dagegen sind regulative Richtlinien der Vernunft, die auf die Wahrnehmung perceptio keine Wirkung haben, da sie diese transzendieren transzendentale Dialektik der Kritik der reinen Vernunft.

Die Beweisführung griff auf das vorangestellte Nachdenken über die Zeit zurück. Die zweite Bemerkung galt eingehender der Zeit, die in Abfolge und gerade nicht im Beharrenden definiert war. Hiermit stimmt nun aller Erfahrungsgebrauch unseres Erkenntnisvermögens in Bestimmung der Zeit vollkommen überein. Sonnenbewegung in Ansehung der Gegenstände.

Daher hat dieses Ich auch nicht das mindeste Prädikat der Anschauung, welches, als beharrlich, der Zeitbestimmung im inneren Sinne zum Korrelat dienen könnte: Brisanz gewann Kants Nachdenken in seinem Systemanspruch. Kant verband beide Bereiche wiederum mit einem grundlegenden Nachdenken über Ästhetik. Der Philosoph war an selber Stelle nicht mehr irgendein Parteigänger wie Hobbes oder Locke, noch das Universalgenie in Staatsdiensten, als das Leibniz für Hannover gearbeitet hatte.

Mit Kants Ära gewann das Projekt der Philosophie neuen Status als akademische Wissenschaft, von der Impulse in alle Bereiche gesellschaftlichen Lebens ausgehen sollten. Kant avancierte zur weltlichen Autorität in Sachen Nachdenken, zu einer Stimme, die zu beliebigen Problemen gehört sein sollte. Das Bild des Philosophen, der einen Vortrag vor russischen Offizieren hielt, war in historischer Perspektive ein Novum.

Mit der Wende ins Jahrhundert wurde das Wissenschaftssystem neu organisiert. Jahrhundert wurden die Geisteswissenschaften , die Naturwissenschaften , die Gesellschaftswissenschaften und die technischen Ingenieurwissenschaften begründet. Die Philosophie kam zu den Geisteswissenschaften, deren Aufgabenfeld sich nun weitete.

Bis weit in das Jahrhundert hinein wurden nahezu alle politischen und gesellschaftlichen Debatten auf dem Gebiet der Theologie geführt. Jahrhundert übernahm der Staat als neue Ordnungsmacht die Vorherrschaft in den gesellschaftsweiten Diskussionen. Er garantierte seinen Bürgern gleiche Rechte. Fast überall in Europa kam Religionsfreiheit hinzu — sie bedeutete für die jeweils bislang in jedem Territorium privilegierten Konfessionen die Rückstufung, bot Minderheiten jedoch Gleichberechtigung.

Die Debattenkultur des Nationalstaats wurde von nun an von den Geisteswissenschaften bestimmt. Ihre Ausbildung durchläuft, wer in den Medien zu Wort kommt, Kunst und Literatur bespricht und an den Universitäten in den Fächern unterrichtet, in denen diskutiert wird. Die Philosophie entwickelte sich zur integrativen Wissenschaft innerhalb der Geisteswissenschaften.

In ihr finden die grundlegenden Methodendebatten statt. Philosophische Erkenntnistheorien erlaubten es am Ende, Rechtssysteme überkonfessionell zu definieren, den Naturwissenschaften Vorgaben zu machen wie dem Bildungssystem.

Erkenntnistheorie verband sich mit der Geschichtsphilosophie und schuf dabei den Rahmen, in dem eine vollkommen neue Debatte der Zukunft aufkam. Bislang hatte es keine solche gegeben — mit dem späten Jahrhundert änderte sich dies: Die Staaten entwickelten ein Interesse an Entwicklungsspielräumen.

Im Bereich der Philosophie fanden um die wichtigsten Diskussionen der Weichenstellungen statt. Deutschland und Frankreich gaben dabei den Ton an. In Deutschland gewann die Zukunft eines weltlichen, säkularen Nationalstaats Anfang des Jahrhunderts eine sehr viel idealere Komponente. In den eröffneten Bereichen versorgte die Philosophie das Jahrhundert mit Denkoptionen und Diskussionsforen.

Die Erkenntnistheorie bot sich dabei als Traditionen neu setzende und als Brüche erlaubende Disziplin an mit ihrem Versprechen, das allgemein für vernünftig erachtete Weltbild ungeachtet aller Vorurteilsstrukturen und damit ungeachtet aller Traditionen zu realisieren. Die Ethik würde unter dieser Verschiebung die zentrale Wissenschaft werden, mit Folgen für alle Diskussionen der Gesellschaft:.

Die erste Idee ist natürlich die Vorstellung von mir selbst als einem absolut freien Wesen. Wie muss eine Welt für ein moralisches Wesen beschaffen sein? Ich möchte unserer langsamen, an Experimenten mühsam schreitenden Physik einmal wieder Flügel geben. Es scheint nicht, dass die jetzige Physik einen schöpferischen Geist, wie der unsrige ist oder sein soll, befriedigen könne.

Die Physik hatte sich den Wünschen unterzuordnen, die eine freiere Menschheit an sie stellen musste. Selbstbefreiung war das romantische Programm, das nicht minder den Staat betreffen musste:. Die Idee der Menschheit voran, will ich zeigen, dass es keine Idee vom Staat gibt, weil der Staat etwas Mechanisches ist, so wenig als es eine Idee von der Maschine gibt.

Wir müssen also über den Staat hinaus! Hegel, der Autor der Phänomenologie des Geistes sollte selbst aus der Erkenntnistheorie heraus die Geschichtsphilosophie als neue Gattung begründen: Sie setzte die Theorie voraus, dass Geschichte nicht zufällig verläuft, sondern als gerichteter Prozess auf einen zu ermittelnden Zielpunkt hin.

Die Zukunft war für Autoren bis in die er Jahre ein vollkommen uninteressantes Terrain gewesen, eine Zeit, von der man sich nichts mehr erwartete, nachdem man in der Gegenwart bereits alles erfinden konnte. Das Manuskript kulminierte in Aussagen über die Ästhetik:.

Ich bin nun überzeugt, dass der höchste Akt der Vernunft, der, in dem sie alle Ideen umfasst, ein ästhetischer Akt ist und dass Wahrheit und Güte nur in der Schönheit verschwistert sind. Der Philosoph muss ebensoviel ästhetische Kraft besitzen als der Dichter. Die Philosophie würde neue Mythologien begründen, so der programmatische Text. Deutschland befand sich während der nächsten Jahrzehnte in einer Phase, in der es mehr als Projekt, als Gegenstand politischer Ideenbildung, denn als Realität interessierte.

Die Frage lautete, welche politische Realität sich in diesem Prozess herausbilden würde — die verschiedensten Interessengruppen und hinter ihnen territoriale Herrschaften mischten sich in diese Diskussion, in deren Verlauf eine Revolution Mitte des Der Idealismus zersplitterte, die einzelnen Richtungen des Idealismus wie die der Nachfolger Hegels, trennten sich.

Das Projekt der Erkenntnistheorie bot optimistische Strömungen unter den Links- und Rechts-Hegelianern und ihnen gegenüber eine pessimistische unter Arthur Schopenhauer , dessen Die Welt als Wille und Vorstellung bereits im Titel offenbart, wie weit das Fach der Erkenntnistheorie an dieser Stelle von Fragen der Ethik, der Moral und des Menschenbildes durchdrungen wurde. Schopenhauer griff auf Berkeleys Subjektivismus zurück und lenkte im selben Moment den Blick auf den Willen des Subjektes, ohne den der Erkenntnisprozess in den Richtungen, die er nahm, unverständlich bleiben musste.

Gegenüber den optimistischeren Sichten der Hegelianer positionierte sich die pessimistische mit einer Negation der Willensfreiheit: Ging es den vorangegangenen philosophischen Schulen — angeblich — um eine gegenüber jedem Zweifel solide und darum wahre Position, so kam mit dem Kommunismus Mitte des Jahrhunderts die Frage auf, ob hier nicht ein grundlegender Betrug bestehe. Die Frage war, welche erkenntnistheoretische Entscheidung von dem zu erwarten war, der sich der politischen Verantwortung nicht entzog, der den Massen zugestand, dass ihre materiellen Lebensgrundlagen dürftig und ihr Anteil an den Produktionsmitteln vollkommen unterrepräsentiert war.

Die Entscheidung musste an dieser Stelle für den Materialismus fallen. Das erforderte bereits die Frage, wie mit der Religion umzugehen sei. Arcane Wonders Arclight Gary G.. Blaubart Verlag Blue Cocker Gam.. Cheapass Games Clever Mojo Gam.. Cwali Czech Board Gam..

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